Dieser Kinder- und Bilderbuchblog wurde beendet. Schau dich jedoch gerne um! Infos dazu gibt es HIER.
Posts mit dem Label Märchen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Märchen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 11. Dezember 2021

[Kinderbuch] "Wir warten auf Weihnachten: mit den schönsten Wintergeschichten aus aller Welt" von Dawn Casey

Diese wunderschön gestaltete literarische Schatzkiste beherbergt 18 wärmende Geschichten, die vom Winter auf der ganzen Welt erzählen und uns die Wartezeit auf Weihnachten verkürzen. Die Geschichten, die die preisgekrönte Autorin Dawn Casey hier nacherzählt, kommen aus der ganzen Welt – von Norwegen, Grönland, Deutschland und England über Japan bis hin zu Polen, Griechenland, aus der Ukraine, Mexiko und aus Südafrika. Wir lesen von Bären und Hasen, Großmüttern und Göttinnen, Frost und Schnee, hohen Bergen und eiskalten Meeren, Königen und Prinzessinnen und von Menschen, die die Sprache der Tiere und die Stimmen des Windes verstehen und uns daran erinnern, dass jeden Tag Wunder passieren. (Text- und Coverrechte: Knesebeck Verlag)


Es ist altbekannt; die Advents- und Weihnachtszeit, der Winter generell, ist eine Zeit der Geschichten, des Vorlesens und Beisammenseins. Die Tage sind kürzer und schon am Nachmittag kann man es sich mit den Kindern (oder natürlich auch alleine) so richtig schön gemütlich machen. Vorlesegeschichten sind dafür ideal. Neu gefunden und entdeckt haben wir diese in diesem Jahr mit "Wir warten auf Weihnachten: mit den schönsten Wintergeschichten aus aller Welt". Die winter- und weihnachtlichen Geschichten sind wunderbar ... und die optische Gestaltung des Buches, die verschlägt uns regelrecht die Sprache. Es geht nicht besser, einfach stimmungsvoll-perfekt!

Ich komme nicht drumrum, ich muss bei diesem Geschichtenbuch mit einem Loblied für Aufmachung und Illustrationen beginnen. Hier stimmt alles und fügt sich zu einem wunderschön gestalteten Kunstwerk: Das Format, die Schriftarten, die Illustrationen und Bilder sind einzigartig passend, vom Einband, über die ersten Innenseiten, bis hin zu jeder einzelnen Geschichte.
Jede Geschichte startet über dem Titel mit einem Bild, das neugierig auf den Inhalt macht. Der Text wird dann mit passenden Illustrationen begleitet und am Ende gibt es ein oftmals ein seitenfüllendes Bild mit einer Szene aus der Geschichte. Illustratorin Zanna Goldhawk ist eine wahre Meisterin ihres Fachs. Hier kann man sich gar nicht sattsehen, und ich kann zurecht behaupten, dass dies eines der schönsten Geschichtenbücher ist, die wir bisher in den Händen hielten.

Dienstag, 29. Dezember 2020

[Kinderbuch] "Brombeerfuchs: Das Geheimnis von Weltende" von Kathrin Tordasi

Sommerferien in Wales: Mitten im Wald, in einer Brombeerhecke, finden Ben und seine Freundin Portia eine geheimnisvolle Tür. Sie ist ein Portal zur Anderswelt und muss unter allen Umständen verschlossen bleiben. Doch woher sollen sie das wissen? Die alten Geschichten über die Wunder und Gefahren der Anderswelt sind lang vergessen ... Für Robin Goodfellow, den Mann mit dem Fuchsschatten, sind die Kinder die letzte Chance, das Portal zu öffnen und endlich nach Hause zurückzukehren. Für alle anderen jedoch könnte dies das Ende bedeuten.
(Text-, Cover- und Zitatrechte: FISCHER Sauerländer)


Zwar hatte ich die Buchbeschreibung gelesen, auch den Namen Robin Goodfellow, doch war mir nicht richtig bewusst, dass Brombeerfuchs: Das Geheimnis von Weltende" walisische Sagen und Feen-Mythologie (wie z. B. in Shakespeares Werk Ein Sommernachtstraum) thematisiert. Und das finde ich ja grundsätzlich total genial! So kam es auch, dass mich die Geschichte völlig vereinnahmt hat, obwohl sie für ein jüngeres Zielpublikum gedacht ist. Sie war so spannend und mitreißend, dass ich die zweite Buchälfte am Stück verschlingen musste. Hier wurde alles richtig gemacht. Ein Buch voller Charme, Magie und Abenteuer, (nicht nur) für Kinder ab 10 Jahren.

Auf der Schwelle zwischen Wohnzimmer und Wintergarten saß ein Fuchs. Das Tier schaute sie direkt an, und im Licht der Nachmittagssonne leuchtete sein Fell kupferrot. Portia hielt den Atem an, aber der Fuchs lief nicht weg. Er beobachtete sie mit aufgestellten Ohren und aufmerksamen, goldenen Augen. - S. 20

Weil ihre Mutter nicht mit ihr in die Ferien fahren kann, verbringt Portia diese bei ihren Tanten in Wales. Hier ist alles etwas speziell und geheimnisvoll. So begegnet Portia nach ihrer Ankunft einem zahmen Fuchs, der im Haus ihrer Tanten etwas zu suchen scheint. Als sie zusammen mit Ben, einem Jungen aus dem Dorf, einen Ausflug machen will, dieser aber zu spät kommt, folgt Portia dem Fuchs zu einer geheimen Tür. Sie führt in die Anderswelt, ins Reich der Feen. Was Portia dort erlebt, hätte sie sich niemals träumen lassen ... und Ben ist ihr dicht auf den Fersen. 

Dienstag, 10. Dezember 2019

[Kinderbuch] "Toto: Auf vier Pfoten zum Zauberer von Oz" von Michael Morpurgo

Ein Sturm wirbelt Toto und sein Frauchen Dorothy weit fort, in das Märchenland Oz. Hier gibt es gute und böse Hexen, geflügelte Affen, wundersame Blumen und gefährliche Ungeheuer - aber leider nicht das allerkleinste Würstchen. Schon deshalb möchte Toto so schnell wie möglich nach Hause! Zusammen mit Dorothy folgt er der gelben Ziegelsteinstraße, an deren Ende die Smaragdstadt des Zauberers von Oz liegt. Ob der Zauberer ihnen helfen kann, den Heimweg zu finden? Eine Vogelscheuche, ein Blechmann und ein Löwe begleiten die beiden auf ihrer Reise voller Abenteuer. Und Toto muss mehr als einmal beweisen, was für ein mutiger Hund er ist ... (Text- und Coverrechte: WooW Books)


"Der Zauberer von Oz" ist ein echter Klassiker. Die Originalgeschichte erschien bereits 1900 und ist, auch durch diverse Verfilmungen, weltbekannt. Zumindest im englischsprachigen Raum kennt die Geschichte fast jedes Kind. Der Bekanntheitsgrad bei deutschsprachigen Menschen ist gefühlt nicht so hoch. Mit "Toto: Auf vier Pfoten zum Zauberer von Oz" ändert sich das hoffentlich. In dem wunderschön gestalteten Kinderbuch, erzählt Michael Morpurgo die Geschichte zwar originalgetreu, diesmal jedoch aus der Sicht von Toto, dem kleinen Hund des Mädchens Dorothy. Das ist für Kinder nicht nur sehr ansprechend, sondern auch äußerst gefühlvoll und freundschaftlich.
Meine 10-jährige Tochter hat mir das Buch vor der Nase weggeschnappt und es zwei Tage nicht mehr aus der Hand gelegt. Erst danach durfte ich es lesen. Ich kann sie verstehen, es ist nicht nur äußerlich eine Augenweide, auch die Geschichte ist durchweg märchenhaft-wunderbar.

"Es ist wirklich herrlich hier", sagte Dorothy. "Aber zu Hause ist zu Hause, und zu Hause ist es einfach am schönsten." - S. 33

Als ein großer Sturm über Kansas hinwegfegt, schaffen Dorothy und ihr Hund Toto es nicht mehr rechtzeitig in den Keller des Farmhauses, in dem Onkel und Tante auf sie warten. Der Wind rüttelt stark am Haus ... und nimmt es schließlich mit. Dorothy und Toto fliegen mitsamt dem Haus hoch in die Luft, bevor sie vor Erschöpfung einschlafen. Als sie mit einem Rums geweckt werden, sind sie im Märchenland Oz gelandet. Zwar werden sie freundlich empfangen, doch für Dorothy und Toto ist sofort klar, dass sie wieder zurück nach Hause möchten. Vielleicht kann der Zauberer von Oz helfen. Der lebt weit weg, in der Smaragdstadt, am Ende einer sehr, sehr langen gelb gepflasterten Straße. Also machen sich die beiden auf den Weg. Bald erhalten Dorothy und Toto Gesellschaft von einer Vogelscheuche, einem Blechmann und einem Löwen. Sie alle erwarten Hilfe vom Zauberer von Oz. Doch zuvor gilt es einige Gefahren zu überwinden.

Donnerstag, 10. Oktober 2019

[Bilderbuch] "Es war einmal ein magisches Buch" von Lily Murray

Ein fantastisches Such-und-Finde-Abenteuer durch dreizehn magische Welten erwartet uns in diesem Buch! In einem alten Spielzeugladen finden Sophie und Jakob ein staubiges Buch mit einem leuchtenden Schlüssel. Sie drehen den Schlüssel und WHOOSH! Die beiden finden sich im Buch wieder, mitten in einem wunderen, fantastischen Abenteuer. Es gibt nur ein Problem - wie kommen Jakob und Sophie wieder aus dem Buch heraus? Die zwei brauchen Hilfe ... Wir folgen ihnen auf ihrer Reise, erleben Abenteuer auf der Pirateninsel, entdecken das Land der Süssigkeiten und reisen auf einem fliegenden Teppich. Auf jeder Doppelseite gibt es eine neue Welt zu entdecken und ein Rätsel, das gelöst werden muss damit Sophie und Jakob aus dem Buch entkommen. (Text- und Coverrechte: Orell Füssli Kinderbuch)


"Es war einmal ein magisches Buch" ist ein Rätsel- und Suchspielbuch, eingebettet in eine moderne Märchengeschichte. Das klingt doch schon mal super, denn wer liebt sie nicht, die Bücher, in denen man gewisse Dinge suchen muss, um weiterzukommen? Unsere jüngste Tochter ist 4 Jahre alt, passt also genau in die empfohlene Zielgruppe. Trotzdem fragte ich mich beim ersten Durchblättern, ob das Bilderbuch vielleicht noch etwas zu anspruchsvoll für sie ist. Einfach ist es nämlich nicht, manchmal sogar recht verzwickt. Doch weit gefehlt; unsere Tochter liebt "Es war einmal ein magisches Buch". Sie kann völlig darin versinken, alleine oder beim gemeinsamen Lesen. Zur Zeit vergeht kein Tag, an dem sie es nicht vorgelesen haben möchte.

Es geht darum, dass die beiden Kinder Jakob und Sofie in einem geheimnisvollen Spielzeugladen ein blaues Buch und den dazu passenden goldenen Schlüssel finden. Als sie den Schlüssel drehen, finden sie sich mitten im Buch wieder und erleben auf jeder Doppelseite ein neues, märchenhaftes Abenteuer. Um im Buch vorwärts zu kommen, müssen sie Rätsel lösen, Dinge finden und durch eine magische rote Tür in die jeweils nächste Buchwelt gelangen. Doch Vorsicht, Jakob und Sofie werden von einer Hexe verfolgt. Diese will unbedingt verhindern, dass die Kinder wieder in die wirkliche Welt gelangen.

Donnerstag, 8. November 2018

[Kinderbuch] "Frau Wolle und der Duft von Schokolade" von Jutta Richter

Weil Mama Spätschicht hat und Papa ganz weit weg ist, haben Merle und Moritz eine neue Nachtfrau. Sie heißt Gesine Wolkenstein, hat schmale Lippen und unheimliche Augen, die erst grasgrün sind, dann schwarz und zuletzt hellblau und durchsichtig. Ausgerechnet sie soll die Kinder ins Bett bringen! Doch in den Nächten ist da plötzlich Frau Wolle. Sie regiert das Reich hinter der schwarzen Tür, von dem Papa früher erzählt hat. Dort wohnen die Spitzzahntrolle, die nur in Reimen reden, und der wachsame Waisenfuchs Silberträne. Da gibt es das Lager der verlorenen Sachen und den Saal der Bonabären, da findet man die Gedankenbremse, und wenn es im Weltempfänger rauscht, können Merle und Moritz Papas Stimme hören. Und das tröstet ungemein. (Text- und Coverrechte: Carl Hanser Verlag)


Jutta Richters Geschichten sind mir vordergründig aus ihren Bilderbüchern bekannt. Ich empfinde sie als sehr eigen und besonders. Umso gespannter war ich natürlich auf ihr neuestes Kinderbuch. Märchenhaft sieht "Frau Wolle und der Duft von Schokolade" aus, und vielleicht sogar ein bisschen unheimlich. Genau so hat mir das Buch auch meine Tochter (9) beschrieben, die es vor mir, und innerhalb weniger Tage, gelesen hatte. Eigentlich wollte ich nur mal kurz reinlesen, mal schauen, was da so auf mich zukommt ... und steckte sofort mitten in einem Abenteuer, mit dem ich nicht nur unglaublich viel Spaß hatte, sondern vor Spannung auf den Nägeln kaute.

Merle erzählt die Geschichte in der Ich-Form, das was sie gemeinsam mit ihrem Bruder Moritz erlebt. Die Kinder wohnen bei der Mutter, der Vater ist weit weg. Wo genau, weiß man nicht. Nur, dass beide Kinder ihn schrecklich vermissen. Der einzige "Kontakt" besteht über einen Weltempfänger, ein Radio, in dem Merle und Moritz die Stimme des Vaters hören können, wenn dieser auf Sendung ist.
Und nun ist es so, dass die Mutter ihre Arbeit und die Kinder immer schlechter unter einen Hut bekommt. Darum soll eine Nachtfrau auf Merle und Moritz aufpassen. Und das ist ausgerechnet Frau Wolkenstein, vor der alle Kinder des Ortes Angst haben. Sobald Frau Wolkenstein bei Merle und Moritz zu Hause ist, beginnt für diese ein Abenteuer, mit dem sie niemals gerechnet hätten.

Montag, 16. Juli 2018

[Bilderbuch] "Der gute Riese" von David Litchfield

Schon immer erzählt Billys Großvater von einem Riesen. Er soll mitten unter ihnen im Städtchen Ziegelhausen wohnen, über alle wachen und heimlich gute Taten vollbringen. Aber Billy glaubt davon kein Wort. Ein Riese, mit Händen so groß wie Tischplatten und Füßen so groß wie Ruderboote, der kann doch gar nicht unbemerkt bleiben! Oder hat Billy nur nicht genau hingeschaut? (Text- und Coverrechte: Loewe Verlag)


Der Titel des Bilderbuches "Der gute Riese" klingt wie im Märchen der Brüder Grimm. Genau das war es auch, was das Buch für uns so anziehend machte. Das, und die beeindruckenden Zeichnungen, die auf den ersten Blick für eine ganz besondere Stimmung bei Vorlesern und Betrachtern sorgen. Denn wir lieben Märchen!

Ein Riese ist alleine durch seine Größe beeindruckend. Das kann in vielen Situationen zwar hilfreich sein, führt aber auch dazu, dass sich viele Menschen oder Kinder vor einem Riesen fürchten - weil er anders ist. Genau das erzählt Opa seinem Enkel Billy. Im Städtchen der beiden wird die Stadtmauer angemalt, aber keiner kommt bis oben hin. Doch Opa kennt jemanden, der helfen könnte. Ganz nebenbei erzählt er von den guten Taten, die der Riese bereits vollbracht hat. Billy ist zwar interessiert und kann sich an vieles erinnern, aber so ganz glaubt er die Geschichten seines Opas nicht. Bis er eines Tages vor dem Riesen steht. Er ist gigantisch groß und er ist anders. Billy läuft davon. Wird es ihm gelingen, dem Riesen zu zeigen, dass er ihn mag und ihm für seine Hilfe dankbar ist, obwohl er nicht der Norm entspricht?

Freitag, 1. Dezember 2017

Märchen für Kinder - die schönsten Klassiker als Bilderbuch


Zu den schönsten Erfahrungen meiner Kindheit gehören die vielen Vorlesestunden mit meiner Mutter. Ganz oben auf meiner Wunschliste standen damals Märchen, und ich erinnere mich noch gut an das dicke rote Märchenbuch, eine Gesamtausgabe der Brüder Grimm, das meine Mutter immer griffbereit hatte. Ich hatte natürlich meine Lieblingsmärchen und wurde nicht müde, diese immer und immer wieder zu hören. Alte klassische Märchen, ich denke da besonders an Grimmsche- oder Andersen-Märchen, doch auch modernere Märchen, von Astrid Lindgren zum Beispiel, haben einen ganz speziellen Charme und eine Atmosphäre, die Kinder fesselt.
Kinder können Märchen bereits ab einem jungen Alter, in ganz einfacher Form, kennenlernen. Meist sind sie dann gekürzt und stark vereinfacht. Das ist für mich okay, jedoch möchte ich meinen Kindern auch immer die Originalversion eines Märchens ermöglichen. Das ist für mich auch eine Kultur- und Wissensvermittlung. Das Gefühl, das das gemeinsamen Lesen eines Märchens mit sich bringt, ist unbezahlbar.

Sonntag, 19. November 2017

[Bilderbuch] "Hänsel und Gretel" von den Brüdern Grimm

Hänsel und Gretel werden von ihren armen Eltern, die nicht mehr wissen, wie sie ihre Kinder ernähren sollen, im finsteren Wald ausgesetzt. Ein erstes Mal finden sie wieder nach Hause, weil Hänsel Kieselsteine gestreut hat; beim zweiten Mal hat er nur Brotkrümel. Und diese werden von den Vögeln aufgepickt. So verirren sich die Kinder im Wald. Sie gelangen zu einem Lebkuchenhaus und fangen vor Hunger an, daran zu knabbern. Da tritt eine alte Frau heraus und bittet sie freundlich hereinzukommen - es ist aber eine alte Hexe, die Kinder mästen und dann verschlingen will. Die beiden merken es rechtzeitig und es gelingt ihnen, die Hexe ins Feuer zu stoßen. Mit reichen Schätzen beladen, kehren sie nach Hause zurück. (Text- und Coverrechte: NordSüd Verlag)


Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald.
Es war so finster und auch so bitter kalt.
Sie kamen an an Häuschen von Pfefferkuchen fein.
Wer mag der Herr wohl von diesem Häuschen sein?
Es ist ziemlich kurios, denn obwohl dieses Märchenlied jeder kennt, ist der Verfasser bis heute unbekannt. Sehr bekannt sind dagegen die Brüder Grimm, denen wir das Märchen "Hänsel und Gretel", aus ihrer berühmten Sammlung Kinder- und Hausmärchen, zu verdanken haben. Es ist eines der bekanntesten und der am meist erzählten überhaupt.
Obwohl Märchen, unter heutigen Gesichtspunkten und mit modernem Gedankengut, wohl nicht mehr zeitgemäß wären, haben sie nach wie vor einen hohen Stellenwert bei vielen Lesern und Familien, da sie ihren Charme niemals verlieren. Auch, wenn sie teilweise sehr hart und drastisch erzählt sind, sollten die Originalmärchen Kindern nicht vorenthalten werden. Bei uns sind sie ein Bestandteil der Kinderliteratur.

Freitag, 17. November 2017

[Bilderbuch] "Aschenputtel" von den Brüdern Grimm

Aschenputtel leidet unter seinen boshaften Stiefschwester und muss wie eine Dienstmagd schuften. Als der Prinz einen großen Ball veranstaltet, muss sie zu Hause in der Küche bleiben. Doch dank eines magischen Baums und der Hilfe der guten Tauben finden Aschenputtel und der Prinz zueinander. (Text- und Coverrechte: NordSüd Verlag)


Das Märchen "Aschenputtel" kennt wohl jeder. Es ist eines der Märchen, die uns am häufigsten begegnen. Vom Bilderbuch für die Kleinsten bis hin zum Malbuch. Nicht zuletzt ist "Aschenputtel" auch als Film bekannt. Die Zeichentrickverfilmung von Disney "Cinderella" gehört zu den bekanntesten. Und der Märchenfilm "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" begeistert Jahr für Jahr viele Zuschauer zur Weihnachts- und Winterzeit.
Aber eines haben diese Umsetzungen alle gemeinsam. Sie orientieren sich meist nur am Original, wurden stark verändert oder auf die Zielgruppe zugeschnitten. Das empfinde ich nicht als schlimm, es sorgt aber doch dafür, dass das originale Märchen immer mehr in Vergessenheit gerät, sollte es nicht konsequent, auch in neueren Büchern beibehalten werden. "Aschenputtel" ist eine Bilderbuch-Neuauflage des Verlags und wurde von Laura Francesca Filippuccini illustriert. Bis auf wenige Worte, die für Kinder zum besseren Verständnis geändert wurden, ist es das vollständige Originalmärchen der Brüder Grimm.

Montag, 13. November 2017

[Bilderbuch] "Frau Holle" von den Brüdern Grimm

Eine Witwe hat zwei Töchter. Die eine ist schön und fleißig, die andere hässlich und faul. Eines Tages fällt die fleißige Tochter durch einen Brunnen in eine andere Welt. Dort muss sie für die alte Frau Holle die Hausarbeit verrichten und insbesondere ihr Bett aufschütteln. Und wenn die Federn fliegen, schneit es auf der Erde. Für sein gutes Tun wird das Mädchen vor seiner Heimkehr mit einem Goldregen belohnt. Jetzt macht sich auch die zweite Tochter auf den Weg ... (Text- und Coverrechte: NordSüd Verlag)


Das Märchen der "Frau Holle" gehört zu den bekanntesten. Gleichzeitig ist es für mich eines der Märchen, die ich persönlich am liebsten mag und Kindern gerne vorlese. Denn es bringt eine ganz besondere Stimmung mit sich, ist winterlich und noch so viel mehr. "Frau Holle" ist eines der Märchen, die nicht mehr loslassen. So ging es auch Künstlerin Bernadette, die das Märchenbilderbuch neu illustrierte, mit einem Ergebnis, das schöner nicht sein könnte.

Samstag, 29. Juli 2017

[Bilderbuch] "Die Träne des Einhorns" von Bettina Göschl

Im zauberhaften Tal hinter dem Regenbogen leben die Menschen in Frieden miteinander. Doch eines Tages wird das geheimnisvolle Einhorn, das über die Bewohner wacht, von einem Ungeheuer entführt und in einen Turm aus Elfenbein gesperrt. Vor Traurigkeit weint das Einhorn so viel, dass das gesamte Tal droht im Tränenmeer zu ertrinken. Das Lachen und die Lieder der Menschen verstummen. Als niemand mehr ein noch aus weiß, nimmt der kleine Felix all seinen Mut zusammen und zieht los, um das Einhorn zu retten. In einer Papierrüstung und mit nur einem Schwert aus Holz begibt er sich entschlossen ins Abenteuer. Kann Felix das Einhorn befreien und den Menschen wieder zu ihrem Glück verhelfen? (Text- und Coverrechte: JUMBO Verlag)


Auch wenn das Einhorn gerade stärker als nie zuvor im Fokus steht, so übte es schon immer eine sehr große Faszination auf Kinder und Jugendliche aus. Auch Erwachsene lassen sich von Büchern und Filmen, in denen dieses Fabelwesen eine Rolle spielt, begeistern. Im Bilderbuch "Die Träne des Einhorns" erzählt Bettina Göschl die Geschichte vom Leben im Tal hinter dem Regenbogen, einem Einhorn, das in Gefangenschaft gerät - mit schrecklichen Auswirkungen für das Tal - und einem Jungen, der mutig genug ist, sich einer großen Herausforderung zu stellen.

Mittwoch, 23. November 2016

[Bilderbuch] "Der Nussknacker" von E.T.A. Hoffmann

© Cover NordSüd Verlag
Marie und ihr Bruder Fritz können es kaum erwarten. Was sie wohl dieses Jahr unter dem Christbaum finden werden? Endlich ist es soweit, die Türen zur Stube öffnen sich, und Marie entdeckt einen Nussknacker. Sie ist sofort fasziniert von dem kleinen Mann. Als in der Nacht eine Armee von Mäusen ins Zimmer dringt, braucht der Nussknacker Hilfe. Eine Geschichte zwischen Realität und Fantasie, um Liebe, Kampf und Feindschaft, beginnt.


"Der Nussknacker" (oder auch "Nussknacker und Mausekönig") ist wohl eine der bekanntesten Erzählungen von E.T.A. Hoffmann. Berühmt wurde das Weihnachtsmärchen durch Tschaikowskis Ballett und ist schon lange ein Klassiker. Sprachlich ist die originale Geschichte durchaus anspruchsvoll. Darum wurde sie in dieser Ausgabe von Susanne Koppe kindgerecht nacherzählt. So kommen auch schon jüngere Kinder in den Genuss dieses Weihnachtsklassikers.

Montag, 14. November 2016

[Kinderbuch] "Andersens Wintermärchen" von Hans Christian Andersen und Arnica Esterl

Wie kein anderer schafft es der Märchenerzähler Hans Christian Andersen uns mit seinen Märchen zutiefst zu berühren: Das Mädchen mit den Schwefelhölzchen, der kleine Tannenbaum, der so gerne ein Weihnachtsbaum werden möchte, das Märchen vom Engel, der ein Kind ins Himmelsreich begleitet, oder die Geschichte der kleinen Gerda, die sich in den Palast der Schneekönigin wagt, um ihren Freund Kay zu retten, sind seit Generationen bekannt und beliebt. Diese Anthologie vereint Andersens schönste Wintermärchen - wundervoll illustriert von der Bilderbuchkünstlerin Anastassija Archipowa, die die besondere Stimmung der Märchen in zarten Aquarellen ausdrucksstark interpretiert. (Text- und Coverrechte: Esslinger Verlag)


Hans Christian Andersen gehört zu den bekanntesten Märchenerzählern. Er hat eine Art zu erzählen, die sehr anrührt. Und ja, ich persönlich gebe gerne zu, dass sich ein dicker Klos in meinem Hals bildet, und es in meinen Augen verdächtig glitzert, sobald ich "Das Mädchen mit den Schwefelhölzchen" vorlese. Weil Märchen und die Winter- und Weihnachtszeit einfach zusammengehören, enthält "Andersens Wintermärchen" die schönsten von ihnen.

Dienstag, 16. August 2016

[Kinderbuch] "Titus und der verwunschene Wald" von Theodor Serapion

Schreck und Schauder: Die verwunschenen Wälder rund um die Märchenakademie in Grimmelsbergen bergen viele Geheimnisse. Titus Haselschein, Schüler dieser Märchenakademie, ist nicht gerade begeistert, als er in seinem dritten Lehrjahr ausziehen muss, um in den Wäldern viele spannende Abenteuer zu erleben. Und benotet werden seine Erlebnisse auch noch! Gut, dass er mit der Elfe Rabea Wintergrün eine Verbündete findet, allerdings eine ziemlich freche und streitlustige. Gemeinsam ziehen sie los und treffen auf viele bekannte Märchenfiguren. Warum hat Rapunzel kurze Haare? Ist der Böse Wolf vielleicht gar nicht mehr böse? Und was führt eigentlich das Rumpelstilzchen schon wieder im Schilde? Für Titus und Rabea beginnt eine aufregende Reise, nach der nichts mehr so ist, wie es vorher war. (Text- und Coverrechte: Märchenakademie)


Märchen gehören zu jeder Kindheit. Hoffentlich. Denn sie bilden den Grundstock jeglichen Erzählens, die Basis aller spannenden und berührenden Geschichten. Von der Märchenakademie erschien jetzt ein ganz besonderes Märchenbuch. Schüler Titus steht kurz vor seinem Abschluss und muss dafür in die Wälder rund um die Schule ausziehen, um dort spannende Abenteuer mit den Helden (und Antihelden) bekannter Märchen zu erleben. Was Titus dort alles erlebt, hätte er sich nie träumen lassen.