Hurra! Irmelina Geisterkind feiert ihren zehnten Geburtstag und bekommt endlich ihr eigenes Geisterreich zugewiesen. Doch als sie erfährt, dass sie sich von nun an um Hügelhausens Dorfeiche kümmern soll, ist Irmelina furchtbar enttäuscht. Die steinalte Eiche ist ihr eindeutig zu langweilig. Verbotenerweise verlässt Irmi ihren Posten und macht immer größere Ausflüge. Dabei trifft der marmeladenglasgroße Wirbelwind das neunjährige Menschenmädchen Juna. Wenn das kein Sommer voller Abenteuer wird! (Text- und Coverrechte: Boje Verlag)
Kinderbücher mit einem Fantasy-Anteil mag ich besonders gerne. Denn die Vorstellungswelt des Lesens wird hier nochmals um eine Komponente erweitert. Im ersten Band der neuen Irmelina Geisterkind-Buchreihe, "Das Geheimnis der Dorfeiche", geht es um ein kleines Baumgeistmädchen, um Freundschaft und um Natur(schutz). Das Buch ist ein wirklich schönes Leseerlebnis; lustig, ein bisschen frech, warmherzig und begleitet von einem schönen Sommerfeeling. Meine 10-jährige Tochter, erschien mir anfangs dem Buch schon etwas entwachsen. Sie liest mittlerweile deutlich anspruchsvollere Bücher. Ruckzuck hatte sie es ausgelesen. Aber spricht nicht gerade dieser Umstand für die Geschichte? Wie sie mir schon mehrfach bestätigte, empfand sie Irmelinas erstes Abenteuer als Naturgeist und ihre Freundschaft zum Menschenmädchen Juna als "richtig gut". Sogar als 11-Jährige würde meine Tochter gerne noch weitere Irmelina Geisterkind-Geschichten lesen.
"Mein kleiner Wirbelwind", sagte er und zog die Nase mit einem lauten Grunzen hoch. "Ich bin so stolz, dass du in unsere Fußstapfen trittst." Jetzt kullerte ihm tatsächlich eine grünlich leuchtende Träne übers Gesicht. Irmelina hatte ihren Vater noch niemals weinen sehen! Aber was für Fußstapfen meinte er eigentlich?
"Mein liebes, einziges Papilein, nicht traurig sein. Jetzt zeig doch bitte, bitte endlich her! Ich platze gleich vor Neugier!"
Ihr Vater zog die Hand aus der Tasche, und heraus kam ...
"Ein Eichenblatt?", schrie Irmelina entsetzt und plumpste vor Schreck hintenüber wie ein Kartoffelsack. - S.18/19
Juna liebt das Singen und das Lesen. Darum freut sich sich auch besonders auf die Sommerferien. Endlich viel Zeit, um all das zu machen, was sie möchte. Doch gleich am ersten Tag nervt sie der jüngere Moritz mit seinem ewigen Geplapper, und Juna verschwindet liebe alleine an den Fluss. Dort macht Juna die Bekanntschaft mit Irmelina, einem winzig kleinen Naturgeistmädchen. Irmelina ist frustriert, sie wäre so gerne ein bedeutender Naturgeist geworden. Stattdessen hat sie die Aufsicht über die alte Dorfeiche aufgebrummt bekommen. Wie langweilig! Juna und Irmelina werden Freundinnen, und vielleicht wird dieser Sommer ja doch nicht so schlecht.






















