Henry bewundert Füchse. Er bewundert sie so sehr, dass er am liebsten aussehen möchte wie einer. Aber Mama findet das gar nicht toll. Henry ist ein Hase, sagt sie jedenfalls. Und deswegen soll Henry sich auch wie ein richtiger Hase verhalten. Das Fell rot anmalen, Fuchsohren und einen Fuchsschwanz basteln, gar mit Füchsen spielen: Das gehört sicher nicht dazu.
Doch Henry kann kein Hase sein. Er fühlt sich nun mal wie ein Fuchs.
Und Mama versteht: Das Wichtigste ist, dass es ihrem Henry gutgeht - ob Hase oder Fuchs, sie liebt ihren wunderbaren Henry genau so, wie er ist. (Text- und Coverrechte: Carlsen Verlag)
Jeder Mensch ist einzigartig, und jeder Mensch ist sich seiner Identität am sichersten. Das gilt es nicht nur zu tolerieren, sondern auch zu respektieren, denn das Leben ist vielfältig und niemals einfarbig. Das können auch schon kleine Kinder verstehen, bzw. sind hier meist natürlich-unvoreingenommen, und es ist wunderbar, dass es Bilderbücher zu diesem Thema gibt. Ein besonders warmherziges, humorvolles, aber auch deutliches ist "Ein Fuchs namens Henry". Die 6-jährige Tochter ist davon so begeistert, dass es bei uns täglich auf dem Vorleseprogramm steht.
Henry lebt in einer Hasenfamilie. Aber Henry selbst bewundert Füchse. So sehr, dass er wie ein Fuchs aussehen möchte und am liebsten Fuchsspiele spielt. Er bastelt sich Fuchsohren und einen Fuchsschwanz - leider schneidet er diesen aus Mamas schönem Kleid aus. Seine Hasenmama ist davon so irritiert (und besorgt), dass sie Henry tagtäglich zurechtweist; er soll sich wie ein richtiger Hase verhalten. Darüber wird Henry immer trauriger und unglücklicher. Bis er damit herausplatzt wer er wirklich ist. Und das versteht dann auch seine Mama, denn Henry ist für sei ein allerliebstes Fuchskind.

