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Freitag, 12. November 2021

[Bilderbuch] "Bruno: Kurze Geschichten für lange Nächte" von Serena Romanelli und Hans de Beer

Im Wald fällt der erste Schnee. Höchste Zeit für Bruno, zu Mama in die Bärenhöhle zu kommen und Winterschlaf zu halten. Doch ein so langer Schlaf braucht viel Stoff zum Träumen. Deshalb erzählt Mama Bär neun witzige Geschichten: vom Eichhörnchen Ikarus, das endlich einmal aufwärts fliegen will. Vom ängstlichen Hasen, der durch einen Trick von Mama Hase supermutig wird. Von einer modebewussten Pantherin und einem vegetarischen Krokodil.
Bei so vielen herzerwärmenden Geschichten schläft jedes Bärenkind wohlig-friedlich ein. (Text- und Coverrechte: NordSüd Verlag)


Ein Bilderbuch, bzw. ein Kinderbuch, das Hans de Beer illustriert hat, ist ein Muss in unserem Regal. Seine Bilder sind warmherzig, manchmal lustig und insgesamt wunderbar einzigartig. Genau so, wie man sich das bei einem Bilderbuch vorstellt. "Bruno: Kurze Geschichten für lange Nächte" verspricht auf den ersten Blick ein heimeliges Herbst- oder Winterlesen und gleichzeitig eine liebevolle Einschlafbegleitung. Ist dieses Cover nicht allerliebst? Der Gesamteindruck war für uns dann etwas anders, auch das (Vor-)Lesegefühl. Nicht schlecht, aber auch nicht unbedingt vereinnahmend.

Der Herbst ist da, und wenn man genau hinschaut, dann fallen manchmal auch schon die ersten Schneeflocken. Trotzdem findet der kleine Braunbär Bruno immer etwas zu tun. Selbst als seine Mama ihm sagt, dass es nun Zeit für den Winterschlaf ist. Weil Mama Bär dem kleinen Bruno zum Einschlafen viele Geschichten vorliest, huscht er sofort in sein Bett ... bis er im Frühjahr erwacht und die schönen Geschichten sofort seinen Freunden erzählen will.

Montag, 30. August 2021

[Bilderbuch] "Bär und Ente" von May Angeli

Ein furchtbarer Krach reißt den alten Bären aus seinem Winterschlaf. Brummelnd kriecht er aus seiner Höhle und entdeckt eine verletzte Ente. Er nimmt sie auf und kümmert sich liebevoll um sie. Aus dieser zufälligen Begegnung entsteht eine tiefe Verbindung. Doch eines Tages ist die Ente wieder gesund und fliegt davon - und der Bär bleibt allein zurück. Wird diese ungleiche Freundschaft die Zeit und Entfernung überdauern? (Text- und Coverrechte: Magellan Verlag)


Das Bilderbuch "Bär und Ente" von May Angeli stach mir sofort ins Auge, weil es auf den ersten Blick so schön "altmodisch" wirkt. Und das wird von mir komplett positiv assoziiert, denn damit hat es etwas Zeitloses, etwas Beständiges, etwas, das schon immer gut war. Auf Anhieb fallen mir drei Bilderbücher in unserem Regal ein, in denen es um eine Freundschaft zwischen einer Ente und einem Bären geht. Das funktioniert auch hier wunderbar. "Bär und Ente" ist schön und besonders. Die ruhig anmutende Geschichte hat Klasse. Und durch Optik und Sprache hebt sich das Bilderbuch eindeutig hervor. Für uns schon jetzt ein zeitloser Klassiker.

Als der Winter zu Ende geht, möchte die Ente auffliegen. Doch beim Losflattern bleibt sie mit den Füßen in einer Brombeerranke hängen. Sie landet in einem dichten Gestrüpp, aus dem sie sich selbst nicht befreien kann. Von dem Krach wird der Bär aus seinem Winterschlaf geweckt, er kriecht aus seiner Höhle um nachzusehen. Die Ente hat Angst vom Bären gefressen zu werden, doch der ist alt und hat daran kein Interesse. Er nimmt sich der Ente an, obwohl das für ihn einiges an Arbeit bedeutet. Die beiden werden Freunde. Als die Ente wieder ganz gesund ist, fliegt sie davon, verspricht aber, bald wiederzukommen. Der Bär vermisst die Ente und hält ein weiteres Mal Winterschlaf. Bis dann im Frühling eine Überraschung auf ihn wartet.

Samstag, 28. August 2021

[Bilderbuch] "Du, Papa ... Ist zehn viel?" von Sabine Bohlmann

"Ist zehn viel?" fragte der kleine Wolf seinen Papa.
"Kommt ganz drauf an", meinte daraufhin Papawolf. "Wollen zehn Ameisen eine Banane tragen, dann ist zehn wenig. Aber wenn zehn Affen eine Banane tragen, ist zehn ganz schön viel."
Viele Fragen weiter hat der kleine neugierige Wolf ganz schön viel von Papawolf gelernt. Bei vielen Fragen kommt es auf die Umstände an, die die Dinge ganz unterschiedlich beeinflussen und verändern können. Aber eine Sache verändert sich nie und da kommt es auf gar nichts drauf an: wie lieb Papawolf seinen kleinen Wolf hat! (Text- und Coverrechte: arsEdition)


Es ist nicht ungewöhnlich (oder sollte es zumindest nicht sein), mit den eigenen Kindern Zeit zu verbringen. Denn das bringt schon der Alltag mit sich. Sich zusätzlich jedoch ganz bewusst Zeit zu nehmen, da zu sein, Fragen zu beantworten, etwas zu unternehmen, ... das ist immer wertvoll. Kinder orientieren sich an den Eltern, wollen Antworten, sehen sie als Vorbilder und sicheren Hafen. Im Bilderbuch "Du, Papa ... Ist zehn viel?" wird das auf sehr warmherzige und humorvoll-informative Art und Weise thematisiert.

Als der kleine Wolf mit seinem Papa im Wald spazieren geht, stellt er sich viele Fragen. Zum Beispiel, ob zehn viel ist, ob er schon groß ist, ob er schnell oder flauschig ist. Der Wolfspapa hat auf jede Frage eine Antwort, und der kleine Wolf lernt, dass man keine davon mit Ja oder Nein beantworten kann. Es kommt nämlich darauf an ... Zehn kann viel oder wenig sein, Größe ist immer relativ. Anhand von Beispielen erklärt das der Wolfspapa auch sehr lustig und so, dass es der kleine Wolf versteht. Es gibt nur eine Sache, bei der es nicht auf die Umstände oder die Sicht der Dinge ankommt. Egal wie das Leben ist, der kleine Wolf und sein Papa werden sich immer lieb haben.

Sonntag, 30. Mai 2021

[Bilderbuch] "Bestimmer sein: Wie Elvis die Demokratie erfand" von Katja Reider

Wer glaubt, die alten Griechen hätten die Demokratie erfunden, irrt gewaltig: Es war Erdmännchen Elvis! Wenn die Tiere im Dschungel aufeinandertreffen, kommt es immer wieder zu Streit. Wer hat gebrüllt, wer schnarcht zu laut, wer hat die Kokosnuss geklaut? Wer rückt dem andern auf die Pelle? Wer darf wann an die Wasserstelle? Wie lässt sich bloß Ruhe in die Tierwelt bringen? Für die Löwen ist das keine Frage, sie wollen Bestimmer sein, weil sie die Zähne fletschen können. Die Zebras rühmen sich dagegen als vegetarische Friedensstifter. Und die Elefanten sind sowieso die Größten. Wer soll also die Tierwelt anführen? Die zündende Idee hat schließlich ein kleines Erdmännchen namens Elvis. (Text-, Cover- und Zitatrechte: Carl Hanser Verlag)


Demokratie einfach erklärt? Und das bereits für junge Kinder? Aber ja! Kleinen Kindern politische Grundlagen zu erklären, ihnen dieses Wissen einfach und gut verständlich zu vermitteln, halte ich für eine sehr gute Idee. Am Beispiel der Demokratie, eine der größten Errungenschaften unserer Geschichte, funktioniert das ausgezeichnet. Und was könnte das besser verdeutlichen, als Dschungeltiere, die den ganzen Tag streiten, bis sie entdecken, dass es auch anders geht? "Bestimmer sein: Wie Elvis die Demokratie erfand" ist ein Bilderbuch ab 4 Jahren, das wunderschön gestaltet und in lustiger Reimform Kindern Politikwissen vermittelt.

Wer fordert stets das Allerbeste?
Und wer kriegt immer nur die Reste?
Wer bringt hier endlich Ruhe rein?
Wer soll im Land Bestimmer sein? - S. 10

Im Dschungel ist es herrlich schön. Saftiges Grün, Wasser und Blumen - eine richtige Idylle. Doch leider trügt der erste Eindruck, so richtig vergnügt ist hier keines der vielen Dschungeltiere. Streit ist an der Tagesordnung. Wer bekommt am meisten zu fressen? Wer brüllt oder schnarcht zu laut? Es gibt nichts, das keinen Aufreger provoziert. Jedes der Tiere möchte Bestimmer sein und trägt vor, warum es dafür am besten geeignet ist. Irgendwann hat das Erdmännchen Elvis genug und macht den Tieren den Vorschlag Vertreter zu wählen, die Streitigkeiten für alle ausfechten, und darüber abzustimmen. Und damit ist der Weg frei für eine echte Demokratie im Dschungel ... mit viel mehr Harmonie als bisher.

Mittwoch, 11. November 2020

[Bilderbuch] "Wenn es Winter wird im Wald" von Marion Dane Bauer

Es wird Winter im Wald. Die ersten Schneeflocken fallen vom Himmel, direkt auf die Nase vom Fuchs. Der Fuchs fragt sich, was Füchse eigentlich im Winter machen. Soll er in den Süden fliegen wie die Gänse? Aber er ist doch hier im Wald zu Hause. Soll er Vorräte sammeln wie das Eichhörnchen? Aber er mag doch gar keine Eicheln. Soll er Winterschlaf halten wie der große Bär? Aber er ist doch gar nicht müde.
Immer mehr Schneeflocken fallen und die Welt um den Fuchs wird ganz still. Da kommt plötzlich ein anderer Fuchs daher und der weiß, was Füchse im Winter machen ... tanzen! (Text- und Coverrechte: arsEdition)


Pappbilderbücher sind perfekt für kleine Bilderbuchbetrachter*innen und Zuhörer*innen. Die Seiten sind stabil, Inhalt und Umfang übersichtlich. "Wenn es Winter wird im Wald" finden wir ganz wunderbar für die Übergangszeit vom Herbst zum Winter. Es ist wunderschön gezeichnet, herrlich erzählt und hat neben dem feinen Humor noch eine stimmungsvolle poetische Note. Ein Bilderbuch für alle Sinne, das ganz locker mit den "großen" mithalten kann.

Es ist Herbst. Als eine einzelne Schneeflocke vom Himmel schwebt und ganz sacht auf der Nase des Rotfuchses landet, erkennt dieser schnell, dass nun der Winter naht. Doch was soll er jetzt tun? Auf seinem Streifzug durch den Wald machen ihm verschiedene Tiere Vorschläge. Die Raupe meint, der Fuchs solle sich verpuppen, um im Frühling als Schmetterling zu erwachen. Das Eichhörnchen sagt ihm, er könnte Nüsse sammeln und sie verstecken. Oder soll er, wie die Gänse, nach Süden ziehen? Der Fuchs bemerkt schnell, dass nichts davon etwas für ihn ist. Und dann, als immer mehr Schneeflocken auf seiner Nase landen, trifft der Fuchs auf einen zweiten Rotfuchs. Gemeinsam tanzen sie durch den Winter.

Freitag, 17. Juli 2020

[Bilderbuch] "Hallo, Teckel Tom!" von Bette Westera

Viele Kinder wünschen sich einen Hund - besonders Dackel, von Experten Teckel genannt, sind darunter beliebt. Diese Dackelgeschichte wird allerdings einmal andersherum erzählt, nämlich aus den Augen von Tom, einem Dackelwelpen. Er liegt warm und gemütlich in einer großen Kiste mit all seinen Brüdern und Schwestern bei seiner Mama, Mira. Aber eines Tages wird er in eine andere Kiste gesetzt und mitgenommen. Wohin es geht? Zu Sofie! Die hat nämlich Geburtstag und bekommt ihren langersehnten Wunsch von ihren beiden Papas erfüllt. Ein Buch (nicht nur) für alle, die Dackel lieben! (Text- und Coverrechte: Bohem Press)


Kinder und Tierkinder passen einfach gut zusammen. Zwischen ihnen besteht oft eine besondere Verbindung, was einleuchtet, denn sie sind sinngemäß ja auch ein einem gleichen oder ähnlichen Alter. Besonders Hundwelpen haben es Kindern angetan. "Hallo, Teckel Tom!" erzählt die bunte und anrührende Geschichte aus der Sicht eines Dackelwelpen, der, zuerst gezwungenermaßen, Freundschaft mit einem Mädchen schließt. Am Ende damit aber sehr glücklich ist.

Weißt du, dass Dackel auch Teckel genannt werden? Und genau solch ein Teckel ist der kleine Tom. Teckel Tom fühlt sich wohl in seiner großen Kiste, die er mit seiner Mama und seinen Geschwistern teilt. Er möchte nichts anderes haben und nirgendwo anders hin. Bis eines Tages die Papas von Sofie kommen, und Teckel Tom für ihre Tochter aussuchen. Zuerst ist Tom überfordert und traurig. Ihm fehlt seine Mama und die Decke aus der Kiste, die so gut nach ihr riecht. Doch nach und nach fasst Teckel Tom Vertrauen und stellt fest, dass es bei Sofie auch sehr schön ist. Und als Tom ein eigenes Körbchen bekommt, mit einer Decke, die nach Sofie riecht, findet er das ganz wunderbar.

Samstag, 18. April 2020

[Bilderbuch] "Die kleine Motte, die davon träumte, anders zu sein" von Dully&Dax

Die staubige, kleine Motte hat nur einen einzigen Wunsch: sie möchte ein Schmetterling sein! Dafür erscheint ihr keine Anstrengung zu groß. Sie bemalt ihre Flügel mit bunten Mustern, saugt ekligen Blütennektar und trainiert hart für einen eleganten Flugstil. Ja, sie verzichtet sogar auf die nächtlichen Ausflüge, wie sie Motten so lieben, um tagsüber fit wie ein Schmetterling zu sein! Auf Dauer ist das ganz schön anstrengend. Erst als all ihre Versuche scheitern, und sie - zutiefst deprimiert - eine Fledermaus trifft, gerät sie ins Grübeln: denn die Fledermaus wäre nichts lieber als eine Blaumeise ... (Text- und Coverrechte: Knesebeck Verlag)


Das Bedürfnis nach Veränderung steckt in vielen Menschen, auch in Kindern. Unbewusst suchen wir uns Vorbilder, für die wir Bewunderung aufbringen und denen wir nacheifern. Und bereits in vielen Kindern reift der Wunsch, anders sein zu wollen. So wie jemand, den sie bewundern oder sehr schätzen. Das ist meiner Meinung nach auch nicht verwerflich, sondern völlig legitim. Jedoch ist jeder Mensch wertvoll, genau so, wie er ist. Keiner muss sich verbiegen oder anders sein wollen. Mit dieser Aussage machen wir Kinder stark und selbstbewusst. Und genau diese Nachricht vermittelt das Bilderbuch "Die kleine Motte, die davon träumte, anders zu sein" auf ganz reizende und niedliche Art und Weise.

Die kleine Motte wäre so gerne ein Schmetterling! Sie möchte ein buntes Kleid, statt ein graues. Und sie würde auch viel lieber leckeren Blütennektar trinken, anstatt alte muffig Wollsocken anzuknabbern (obwohl sie diese eigentlich besonders gerne mag). Und darum macht die kleine Motte alles, um dazuzugehören, obwohl ihr Flugstil flatterhaft ist und sie den Nektar mit einem Röhrchen trinken muss und ihr davon übel wird. Da begegnet der kleinen Motte eines Tages eine Fledermaus, die gerne eine Blaumeise sein möchte. Gemeinsam entdecken die beiden, dass es total blöd ist, Dinge vorzugeben, die gar nicht so sind. Und sie verstehen, dass es gut und richtig ist, eine kleine Motte und eine Fledermaus zu sein.

Sonntag, 9. Februar 2020

[Bilderbuch] "Ich mag dich - einfach so!" von Neele und Marta Balmaseda

Der kleine Elefant hat schlechte Laune und tritt nach einem Stein. Aus Versehen trifft der Stein den Flamingo - und schon beginnt ein Schimpfen und Ärgern, das sich immer weiter ausbreitet. Am Fluss, im Gebüsch, in der Savanne: Einfach so! Bis ein kleines Erdmännchen genug davon hat ... und den fauchenden Leoparden einfach umarmt. Dessen Herz wird ganz leicht, und nach und nach merken alle Tiere, wie schön es ist, wenn man nett zueinander ist. Einfach so! (Text- und Coverrechte: Arena Verlag)


Bilderbücher über Gefühle mögen wir gerne. Denn Gefühle sind vielfältig und täglich präsent. Sie gehören zum Leben dazu. Gefühle Kindern bewusst zu machen, finde ich wichtig. Es kann ihnen helfen, sich zu sortieren und Dinge einzuordnen.
Jeder von uns hat mal schlechte Laune - einfach so. Ohne nennenswerten Grund. Das ist auch völlig in Ordnung. Jedoch kann schlechte Laune bei anderen etwas Unangenehmes auslösen, etwas, das wir nicht beabsichtigen. "Ich mag dich - einfach so!" macht diesen Umstand humorvoll ansprechend deutlich. Das Bilderbuch zeigt aber auch einen anderen Weg. Es ist okay, schlechte Laune zu haben. Aber es ist auch okay jemandem zu sagen, dass man ihn mag - einfach so.

Eines Tages hat der kleine Elefant schlechte Laune. Den Grund dafür weiß er wohl selbst nicht, es ist einfach so. Wütend kickt er einen Stein aus dem Weg. Dieser Stein trifft ausgerechnet den Flamingo, der für die schlechte Laune des kleinen Elefanten gar nichts kann. Der Flamingo verdächtigt die Schildkröte, diese verärgert das Nashorn ... und so geht es weiter, die Reaktion des kleinen Elefanten setzt eine Kettenreaktion aus Missgeschicken und Anschuldigungen in Gang. Durchbrochen wird diese Kette vom Erdmännchen, das auf ein Missgeschick des Leoparden ganz anders regiert, als es zu erwarten gewesen wäre - einfach so. Und plötzlich breitet sich ein wunderbare Stimmung unter den Tieren aus.

Montag, 12. August 2019

[Bilderbuch] "'Ich bin gar nicht müde!', sagt der kleine Dachs" von Constanze von Kitzing

Gute Nacht, kleiner Dachs!
Der kleine Dachs ist viel zu müde. Zu müde zum Aufräumen. Zu müde zum Essen. Zu müde zum Zähneputzen. Aber als er dann tatsächlich ins Bett gehen soll, ist die Müdigkeit wie weggeblasen. "Ich bin noch gaaar nicht müde", tönt der kleine Dachs. Was nun?
Mama und Papa Dachs bleiben ruhig und kaum schauen sie mal nicht hin, ist der kleine Dachs schon eingeschlafen. (Text- und Coverrechte: FISCHER Sauerländer)


Für kleine Kinder ist jeder Tag ereignisreich und spannend. Doch wenn es dann Abend wird, und damit Zeit, ins Bett zu gehen, können viele Kinder nicht zur Ruhe kommen. Gutenachtgeschichten, oder solche, mit passendem Thema, können ein schönes Ritual sein und Kinder auf das Schlafengehen einstimmen.

Der kleine Dachs, der in einer Höhle im Wald wohnt, erlebt den ganzen Tag tolle Dinge. Er ist viel unterwegs, hüpft, rennt und spielt am Bach. Am Abend ist der kleine Dachs dann zwar müde, mag aber nicht Aufräumen, nichts zum Abendessen und schon gar nicht Zähneputzen. Ins Bett gehen will er natürlich auch nicht. Alles viel zu anstrengend. Selbst nach der Gutenachtgeschichte mit Papa dreht der kleine Dachs nochmals so richtig auf. Doch plötzlich wird er so müde, dass er sich gerne einkuschelt und einschläft.

Freitag, 2. August 2019

[Kinderbuch] "Buchstabendschungel" von Ursula Poznanski

Nach einem Sturm im Dschungel sammelt der kleine Affe viele lustig geformte bunte Dinge ein. "Das sind Buchstaben", weiß der schlaue Papagei. "Die hat bestimmt jemand verloren." Und tatsächlich begegnen Affe und Papagei bald sehr seltsamen Tieren, denen etwas zu fehlen scheint: ein Iger, eine Lange, eine Ledermaus, ein Al ... (Text- und Coverrechte: Loewe Verlag)


Bei den meisten Kindern kommt irgendwann die Zeit, in der sie sich sehr für Buchstaben interessieren. Bei den einen ist das schon früh der Fall, nämlich sobald sie ihren Namen schreiben können. Bei anderen werden Buchstaben interessant, wenn die Kindergartenzeit sich dem Ende zuneigt und die Schule beginnt. Bücher wie "Buchstabendschungel" können Kinder in dieser Zeit begleiten oder das Interesse an Buchstaben und dem Lesen im Allgemeinen hoch halten. Es ist ein perfekter Einstieg in die Welt des Lesens und eine lustig-animierende Geschichte noch dazu.

Die Handlung ist schnell erzählt: Durch den Dschungel pfeift ein Sturm. Ein kleiner Affe, der hoch oben auf einem Baum wohnt, beobachtet, wie seltsame bunte Dinge an ihm vorbeifliegen ... und ein krächzendes Federknäuel. Affe und Papagei entdecken daraufhin, dass die vielen bunten Dinge Buchstaben sind, die anderen Tieren gehören und die während des Sturms verloren gegangen sein müssen. Sie machen sich gemeinsam auf den Weg durch den Dschungel, um den Tieren (z.B der Lange, dem Iger oder dem Nu) die Buchstaben zurückzubringen.

Montag, 1. Juli 2019

[Bilderbuch] "Flunker-Freunde!: Eine Geschichte über Freundschaft und das Ehrlichsein von Katja Reider

Oje! Anton Waschbär wird gesucht!
Überall im Wald hängen Steckbriefe. Nur: Was hat der kleine Waschbär bloß angestellt? Leider kann er selbst die Steckbriefe nicht lesen - und seine Freunde erzählen ihm die unglaublichsten Dinge, die da auf den Zetteln stehen. Aber stimmt das denn wirklich? Wie könnte Anton das Geheimnis nur lösen? Na klar, er muss lesen lernen! Und dann kann ihm niemand so schnell mehr was vorflunkern ... (Text- und Coverrechte: Arena Verlag)


Kleine Lügen und Flunkereien sind schon fast gesellschaftsfähig. Sie gehören zum Alltag und kommen oft schneller über die Lippen als man nachdenken kann. Aber so banal Flunkereien auch sein können, sie können ebenso schnell verletzten und für Unverständnis sorgen. Eine sehr humorvolle und freundschaftliche Lügen-Geschichte erzählt das Bilderbuch "Flunker-Freunde!". Das Buch zeigt auf niedliche und lustige Art, dass es nicht schön ist, Freunde anzuschwindeln und dass es manchmal angebracht sein kann, sich zu entschuldigen.

Waschbär Anton findet im Wald viele Steckbriefe. Zwar schaut ihm von jedem sein eigenes Gesicht entgegen, warum er gesucht wird, das kann er aber nicht lesen. Er weiß nur, dass solch ein Steckbrief nichts Gutes bedeuten kann. Anton muss seine Freunde fragen, und die nützen die Situation natürlich  aus und erzählen Anton Dinge, mit denen er bei ihnen für Unmut gesorgt hat. Anton wird immer betrübter. Hat er wirklich so viel angestellt, dass er sogar schon per Steckbrief gesucht wird? Zum Glück löst Lilo, die kleine Füchsin, das ganze Geflunkere bald auf und die Tierfreunde können sich aussprechen (aber erst, nachdem Anton es seinen Freunden ein bisschen heimgezahlt hat).

Freitag, 7. Juni 2019

[Kinderbuch] "Papanini: Pinguin per Post" von Ute Krause

Emma ist überrascht, als eines Tages eine ziemlich alte und verbeulte Tiefkühltruhe geliefert wird - aber noch überraschender ist deren Inhalt: In der Truhe sitzt ein kleiner Pinguin!
Er heißt Papanini, versteht die Sprache der Menschen und liebt es, vorgelesen zu bekommen. Papanini kann sogar sprechen! Er wäre wirklich zu niedlich, wenn er nicht ständig für Chaos sorgen würde ...
Leider haben auch ein paar üble Ganoven von dem sprechenden Pinguin Wind bekommen und ehe sie sich’s versehen, stecken Emma und Papanini mittendrin in einem aufregenden Abenteuer! (Text- und Coverrechte: Edel:Kids Books)


Als wir "Papanini: Pinguin per Post" entdeckten, waren die Kinder sofort Feuer und Flamme. Der kleine Papanini sieht einfach so drollig und lustig aus und die Geschichte versprach Humor und viel Wirbel gleichermaßen. So kam es auch, denn was Emma, die kleine Heldin des Buches hier erlebt, ist ein waschechtes Abenteuer. Und natürlich ein großer Vorlesespaß. Meine Tochter (9) hat das Buch dann zusätzlich noch alleine gelesen.

Emma und ihre Familie sind umgezogen. Leider fühlt sich Emma am neuen Ort und in der Schule nicht allzu wohl. Sie vermisst ihre alten Freundinnen und findet schlecht Anschluss. Als sie eines Tages im Keller eine alte verbeulte Kühltruhe entdeckt, glaubt sie an eine Bestellung ihres Vaters. Doch in der Kühltruhe sitzt ein kleiner Pinguin. Und der kann sogar sprechen! Emma realisiert schnell, dass es sich hier nur um eine Fehllieferung handeln kann, aber da hat sich Pinguin Papanini schon bei ihr einquartiert und sorgt für extrem viel Aufregung und Wirbel. Emma gelingt es kaum, seine Existenz geheimzuhalten. Alleine Papaninis enormer Konsum von Fischstäbchen bringt sie in Erklärungsnot. Doch auch ein paar Gauner wissen vom sprechenden Pinguin und sind ihm dicht auf den Fersen.

Samstag, 25. Mai 2019

[Kinderbuch] "Der Wald der außergewöhnlichen Tiere" von Ally Bennett

"Im Wald? In unserem Wald?" Die Eichhörnchen Puschel und Zottel sind entsetzt, als der 12-Uhr-Zug mit einem furchtbaren Quietschen zum Stehen kommt. Die Container öffnen sich und aus ihnen steigen ein Zebra, ein Affe, ein Känguru und viele andere ungewöhnliche Tiere. Sofort versammeln sich die Wildtiere und überlegen, wie man die Fremdlinge wieder aus dem Wald verjagen kann. Oder gelingt vielleicht doch ein Miteinander? (Text- und Coverrechte: KOSMOS Verlag)


Freundschaft und Miteinander kann man gar nicht oft genug thematisieren, und genau das tut "Der Wald der außergewöhnlichen Tiere". Freundschaften unter Kinder sind normal und richtig. Doch wie sieht es aus, wenn uns jemand begegnet, der nicht unseren Vorstellungen entspricht, der vielleicht sogar stört oder unsere Wertvorstellungen in Frage stellt? Können wir da auch komplett vorurteilsfrei und freundlich bleiben? Oftmals nicht. Denn genau so ergeht es den Waldtieren im Buch. Die fühlen sich in ihrer Ruhe und festgefahrenen Gemeinschaft gestört, als eine Gruppe exotischer Tiere auf der Bildfläche erscheint.

Die Waldtiere leben ein entspanntes Leben und Miteinander in ihrem Zuhause. Ihnen geht es gut, sie schätzen einander und kommen miteinander aus. Dieser Frieden wird gestört, als der 12-Uhr-Zug eines Tages nicht am Rande des Waldes vorbeifährt, sondern zufällig anhält und eine Gruppe Zootiere aussteigt. Diese exotischen Tiere sehnen sich nach einem Leben in Freiheit, außerhalb der Mauern und Gehegen des Zoos. Das passt den Waldtieren aber nun gar nicht. Vielen von ihnen haben Vorurteile und können sich nicht vorstellen, dass ein gemeinsames Leben in ihrem Wald, der zugegebener Maßen ausreichend groß ist, möglich ist. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet die Tierkinder für ein Miteinander verantwortlich sein könnten ...

Donnerstag, 14. März 2019

[Sachbuch] "Komm, ich zeige dir die Wölfe" von Svenja Ernsten

Böser Wolf oder Kuscheltier? Dieses besondere Sachbuch zeigt, wie Wölfe wirklich sind. Mit faszinierenden Fotos führt es ganz nah heran an ihr Leben in unserer Natur. Kurze Sachtexte erklären, was Kinder zusätzlich wissen wollen. Wie jagen Wölfe? Wie verständigen sie sich? Und vor allem: Wie wachsen die kleinen Wölfe auf? Über die vielen Ähnlichkeiten zwischen Wolfs- und Menschenfamilien kann man nur staunen, und es macht großen Spaß, beide zu vergleichen. (Text- und Coverrechte: KOSMOS Verlag)


Bücher über Tiere sind und bleiben für Kinder ein großer Anziehungspunkt. Egal ob Haus- oder Wildtiere, sie werden wohl immer begeistern und es macht großen Spaß neue Dinge über sie zu erfahren. "Komm, ich zeige dir die Wölfe" ist ein Sachbilderbuch, das Wissen und Informationen zu diesen besonderen Tieren als Text und in wunderschönen, großformatigen Fotos weitergibt. Dazu ist es so sympathisch geschrieben, dass es sich auch hervorragend als Vorlesesachbuch eignet.

Der Wolf ist ein Tier, das immer polarisieren wird. Auf der einen Seite sind Wölfe faszinierend - nicht zuletzt, weil sich viele Mythen um sie ranken - und dem Haushund ziemlich ähnlich, andererseits flößen sie vielen Menschen auch Respekt ein, machen vielleicht sogar ein bisschen Angst. Und weil Wölfe über ein Jahrhundert lang in Deutschland nicht mehr zu finden waren, seit etwa zwanzig Jahren hier wieder ein Zuhause haben, ist "Komm, ich zeige dir die Wölfe" ein Kindersachbuch, dass genau zu richtigen Zeit kommt. Es zeigt Wölfe in ihrer natürlichen Umgebung, räumt mich manchem Vorurteil auf (z.B. heulen Wölfe gar nicht den Mond an) und vermittelt Wissen auf eine sehr freundliche und spannende Art und Weise.

Dienstag, 29. Januar 2019

[Bilderbuch] "Saumüde!" von Katja Reider

Ferkel ist nicht müde. Ganz im Gegenteil zu seiner Mama. Keuchend trabt sie hinter ihm her, während er ins Hühnerhaus prescht, schwungvoll über die Schafe hopst oder übermütig den Hang hinunterkullert - und träumt davon, endlich ihre Ruhe zu haben. Doch als Ferkel plötzlich auf den Wilden Willi trifft, ist sie mit einem Mal hellwach ... Ein Bilderbuch für alle Kinder, die (noch) nicht schlafen wollen - und ihre "saumüden" Eltern. (Text- und Coverrechte: Coppenrath Verlag)


Kinder gehen selten gerne ins Bett. Warum auch? Spiel und Erlebnisse sind viel wichtiger. Ist es dann aber an der Zeit, kann es ein schönes Ritual sein, ein Bilderbuch vorzulesen. "Saumüde!" ist eine lustige und passende Gutenachtgeschichte, die wir auch gerne am Tag vorlesen. Das Bilderbuch zeigt Kindern, dass sie mit dem Konflikt nicht schlafen zu wollen nicht allein sind, animiert zum Mitmachen und vermittelt Geborgenheit.

Nach einem langen Tag ist Ferkel müde. Das ist nicht ganz richtig, es ist wohl eher Ferkels Mama, die findet, dass Ferkel müde ist und nun ins Bett gehen sollte. "Nö! Kein bisschen!", ruft Ferkel und zeigt seiner Mama mal eben wie ein Handstand geht. Und egal welches Argument Mama vorbringt, Ferkel hat keine Lust ins Bett zu gehen. Doch als Ferkel unachtsam wird und dem Wilden Willy im Kuhstall zu nahe kommt, ist Mama zur Stelle. Nach diesem Abenteuer sind beide dann wirklich saumüde.

Donnerstag, 6. Dezember 2018

[Sachbuch] "Naturforscher im Winter: Zum Mitmachen und Ausfüllen" von Eva Eich

Mit diesem spannenden Forscherbuch gehen Kinder vor der Haustür auf eine Winterexpedition. Wie bereiten sich die Tiere auf den Winter vor? Welche Spuren kannst du im Schnee entdecken und wie entsteht eigentlich Eis? Aufgebaut nach Themengebieten und Lebensräumen lässt dieses Buch keine Fragen offen. Zahlreiche Tipps, Platz für Beobachtungen und viele praktische Anregungen machen Natur erleb- und erfahrbar. (Text- und Coverrechte: arsEdition)


Meine Kinder sind große Tier- und Naturliebhaber. Und weil gerade der Winter beginnt, passt das Sachbuch "Naturforscher im Winter: zum Mitmachen und Ausfüllen" besonders gut.
Eine große Freude hat damit meine 9-jährige Tochter. Sie ist kaum noch ohne das Buch anzutreffen. Und auch ich selbst bin überrascht, wie umfangreich die Themenwahl und hübsch die Gestaltung ist. Und dann ist das Buch nicht nur informativ, sondern macht auch noch großen Spaß.

Mit der Information geht es schon auf den Umschlagklappen im Innenteil los. Auf der ersten befindet sich eine kleine Nadelbaumkunde, auf der letzten kann man einen Blick auf den Winterhimmel im Januar werfen. Vorne im Buch ist ein Stickerbogen mit heimischen Wildtieren. Die Sticker sind nicht für eine Verwendung im Buch vorgesehen, sondern können nach Belieben verklebt werden. Eine Inhaltsangabe gibt einen Überblick der Themen: Es wird Winter, Der Schnee ist da!, In der Stadt, Am Wasser, Im Wald, Auf der Wiese, Es wird Frühling. Jedes Thema wird umfangreich ausgeführt und spannend verdeutlicht.

Samstag, 25. August 2018

[Kinderbuch] "Ein Stinktier macht Theater" von Elana K. Arnold

Bat ist glücklich. Er darf sich um Thor kümmern, das beste Stinktierbaby der Welt. Und sogar seine Schwester Janie findet den neuen Mitbewohner inzwischen süß. Als Janie eine Rolle im Schulmusical bekommt, ändert sich jedoch alles: Wegen der Proben kann sie nachmittags nicht auf Bat aufpassen. Er besucht jetzt einen Schulfreund, was erstaunlich spannend ist. Nur Thor darf er nicht mitnehmen und das ist schlimm. Am Tag von Janies großem Auftritt fühlt Bat sich einsam. Da hilft nur eins: Das Stinktier muss mit ins Schultheater! (Text- und Coverrechte: Carlsen Verlag)


Wir haben das gar nicht erwartet, weil das erste Buch als abgeschlossener Band gelesen werden konnte, aber die Geschichte von Bat und seinem Stinktierbaby geht weiter. "Ein Stinktier" macht Theater, heißt das neue Abenteuer des ungleichen Gespanns. Und für uns war klar, dass wir deren Werdegang weiter verfolgen wollen. War dieser doch bisher sehr unerwartet und etwas ganz Besonderes.

Die Geschichte geht im Grunde dort weiter, wo der erste Band aufhörte. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob man auch dieses Buch als Einzelband lesen könnte. Wohl eher nicht. Es wird zwar manches aus dem Leben der Familie wiederholt, mehr Freude an der Geschichte hat man aber, wenn man das Vorgängerbuch bereits kennt.
Thor, das Stinktierbaby ist immer noch klein. Nur hat Bat inzwischen die offizielle Erlaubnis, sich um Thor zu kümmern, ihn großzuziehen. Das macht er auch mit voller Hingabe, weswegen es in seinen Gedanken oft zu Konfliktsituationen kommt. Bat würde seine Zeit am liebsten ständig mit Thor verbringen, statt in die Schule zu gehen, Freunde zu besuchen oder sonstigen Verpflichtungen nachzukommen. Denn so ein Stinktierbaby erfordert auch Absprachen innerhalb der Familie und manche sind für Bat nicht so schön. Besonders turbulent wird es, als Bats Schwester Janie einen Theaterauftritt hat. Denn Bat will Thor unbedingt mit ins Schultheater nehmen.

Donnerstag, 14. Juni 2018

[Bilderbuch] "Kleine Biene Hermine, wo bist du zu Haus?" von Andrea Reitmeyer

Die kleine Biene Hermine lebt auf einer Wiese am Wald. Zusammen mit anderen Bienen sucht sie nach Nektar und verteilt Pollen. Doch dann zerstören schwere Maschinen den Wald und die Wiese. Hermine muss sich ein neues Zuhause suchen und begibt sich auf eine aufregende und abenteuerliche Reise ...
Liebevolle und detailreiche Illustrationen verraten viel über die Welt der Bienen. Kleine und große Leserinnen erfahren, wie sie den Bienen helfen können. (Text- und Coverrechte: JUMBO Verlag)


Bienen sind im Kinderbuch gerade ein Trendthema. Und das ist gut so! Denn der Lebensraum der nützlichen Insekten wird nicht nur immer knapper, er ist zunehmend bedroht. Das zeigt auch das Bilderbuch "Kleine Biene Hermine, wo bist du zu Haus?" ganz deutlich und liebevoll. Bevor wir uns ausführlich mit dem Buch beschäftigt haben, gingen die Kinder und ich von einer Vorlesegeschichte aus. Umso überraschter waren wir, als wir feststellten, dass das Buch mehr enthält. Es ist ein durchaus ausführliches Sachbuch über die Welt der Bienen, das gleichzeitig mit einer einfachen Geschichte kombiniert ist. So ist "Kleine Biene Hermine, wo bist du zu Haus?" nicht nur informativ, das Buch ist auch so interessant, dass es eine breite Altersgruppe anspricht.

Sonntag, 15. April 2018

8 Kinderbücher zum Thema Frühjahr


Das Frühjahr, oder den Frühling, verbinden Kinder oft mit Ostern. Entsprechend viele Kinderbücher findet man zu diesem Thema. Im Frühjahr gibt es aber noch viel mehr zu erleben und zu bestaunen. Die Natur regt sich, alles wächst und blüht im Garten oder in Wald und Feld, die Vögel zwitschern und viele Tierkinder werden geboren. Ein schöner Anlass, um Kinderbücher für den Frühling vorzustellen. Acht Stück habe ich ausgewählt, die bei uns dieses Frühjahr immer in Griffweite liegen.

Samstag, 24. Februar 2018

[Bilderbuch] "Fühl mal, such mal!: Wo ist Ella Eule?" von Yayo

Abwechslungsreiche und fröhliche Illustrationen animieren zum genauen Hinsehen und Fühlen: Die kleine Ella ist kuschelweich beflockt und auf jeder Seite versteckt. Kleine Spurensucher fühlen und merken sofort: Hier ist Ella! Ein Pappbilderbuch mit besonderer Strahlkraft durch Sonderfarben-Druck und Flocking auf jeder Seite. (Text- und Coverrechte: Coppenrath Verlag)


Die Pappbilderbuch-Serie Fühl mal, such mal! hat nun einen zweiten Band bekommen. "Wo ist Ella Eule!" heißt das Buch, das wir uns dringend gewünscht haben. Denn die kleine Püppi (3) hatte schon mit dem Vorgängerband großen Spaß. Natürlich haben, so wie bei Bilderbüchern meist üblich, die kurzen Geschichten der Reihentitel nichts miteinander zu tun. Jedes Buch steht für sich ganz alleine. Es ist also völlig unerheblich, welches davon man ausprobieren mag.

Das Bilderbuch beinhaltet eine kleine Geschichte, in der sich die Eulenschar einen neuen Schlafplatz suchen will. Darum eignet sich das Pappbuch auch hervorragend als Gutenachtgeschichte. Die Eulen fliegen von Seite zu Seite, doch alle Schlafplätze sind schon besetzt - vom Fuchs, Familie Eichhorn, dem Hirsch und einem Bären. Am Ende, bei Sonnenaufgang, finden die Eulen aber ein schönes Plätzchen. Dann heißt es auch für sie 'Gute Nacht'.
Der Text der Geschichte ist sehr einfach und freundlich, er kommt jeweils nur mit wenigen Zeilen aus. Kleine Kinder erfahren aber genau, was die Eulen gerade machen ... und dann gibt es da ja noch die Aufforderung "Such mal! Fühl mal!", der sie gerne nachkommen.