Dieser Kinder- und Bilderbuchblog wurde beendet. Schau dich jedoch gerne um! Infos dazu gibt es HIER.
Posts mit dem Label Zusammenhalt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Zusammenhalt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 4. Oktober 2021

[Bilderbuch] "Ein Tag mit Freunden" von Philip Waechter

Waschbär will Apfelkuchen backen. Doch weil er keine Eier hat, macht er sich auf den Weg zu Fuchs, der eine Leiter braucht. Sie spazieren zu Dachs. Der hat alles. Aber auch der benötigt Hilfe - von Bär. So ziehen sie zu viert (mit Krähe) weiter durch Wiesen, naschen Brombeeren und finden Bär mit der Angel am Bach. Poetisch, mit leichtem Federstrich erzählt Philip Waechter von fünf Freunden, die füreinander da sind, sich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen und einen großartigen Tag miteinander verbringen. (Text- und Coverrechte: Beltz & Gelberg)


Für die meisten Kinder gehören Freunde zum Alltag. Sie begleiten und verstehen und unterstützen. Denn Freunde sind das Allerbeste auf der Welt und das Zusammensein mit ihnen ganz wunderbar. Vor allem, wenn das Treffen auch noch unverhofft und spontan geschieht. Das finden auch die fünf Freunde Waschbär, Fuchs, Dachs, Bär und Krähe. In "Ein Tag mit Freunden" erleben sie, dass ein Tag, der ganz anders verläuft, als er geplant war, ein guter Tag sein kann. Der beste, wenn man ihn mit seinen Freunden verbringt. 

Manchmal hat Waschbär Langeweile, wenn er so alleine zu Hause rumsitzt. Heute entschließt sich Waschbär, einen Apfelkuchen zu backen. Aber er hat keine Eier. Schnell geht er zu Fuchs, um sich Eier zu besorgen. Fuchs muss sein Dach reparieren, kommt aber nicht richtig ran. Die Freunde gehen zu Dachs, denn der hat bestimmt eine Leiter. Doch auch Dachs benötigt Hilfe ... von Bär. Und so verbringen die Freunde ganz unverhofft einen schönen Tag gemeinsam, den sie bis zum Abend ausdehnen. Am Ende sind sich alle einige: Was für ein toller Tag!

Donnerstag, 11. Februar 2021

[Kinderbuch] "Roboter träumen nicht" von Lee Bacon

Vor dreißig Jahren sind die Menschen ausgestorben. Jetzt wird die Welt von Maschinen beherrscht. Der Roboter XR_935 findet das genau richtig so. Denn ohne die Menschen gibt es keinen Krieg, keine Umweltverschmutzung, keine Verbrechen. In der Robotergesellschaft läuft alles reibungslos und effizient - bis zu dem Tag, an dem XR etwas Unmögliches entdeckt: einen Menschen. Ein Mädchen, das seine Hilfe braucht ... (Text-, Cover- und Zitatrechte: Loewe Verlag


"Roboter träumen nicht", das neue Kinderbuch von Lee Bacon, gehört zu den Titeln, die mich sofort ansprachen. Das lag zum einen am tollen Cover, das zugleich berührt und polarisiert, vor allem aber neugierig macht. Zum anderen ist das Thema spannend und aktuell: Eine Welt, die von Robotern und Maschinen beherrscht wird, in der die Existenz von Menschen nicht vorgesehen und erwünscht ist. Vor dem Lesen hatte ich also gewisse Vorstellungen von der Geschichte. Diese wurden erfüllt, und ich bekam noch mehr. "Roboter träumen nicht" ist weitaus gefühlvoller als gedacht, dazu sehr unterhaltsam. Und das Buch enthält einige tiefgreifende Fragen und Gedanken zur Menschheit und unserer Rolle auf dem Planeten Erde. Fand ich super!

Vor mir lag eine Landschaft aus verlassenen Gebäuden. "Warum steht all das noch?", fragte ich. "Warum wurden diese Bauten nicht eingeebnet? Sie erfüllen keinen Zweck."
"An diesem Punkt irrst du dich", antwortete Elternteil_1. "Sie erfüllen einen sehr wichtigen Zweck. Sie dienen dazu, das Andenken aufrechtzuerhalten."
"Welches Andenken?"
"Das Andenken an die Schwächen der Menschheit", erläuterte Elternteil_2. - S. 25

Menschen erfanden Roboter und machen sich diese zunutze, bis sie unentbehrlich wurden. Doch die Menschen machten Fehler, die Roboter nicht. Irgendwann entschieden die Roboter, dass es genug sei ... und sie löschten alle Menschen aus. Seitdem ist die Welt eine bessere, und alles läuft reibungslos und effizient. So hat es Roboter XR gelernt. So ist es gut und richtig. Täglich erledigt XR mit seinen Kollegen Ceeron und SkD die gleichen Arbeiten, nichts wird hinterfragt. Das ändert sich, als den dreien Emma begegnet, ein Menschenmädchen, und ihre Hilfe benötigt.

Dienstag, 2. Oktober 2018

[Kinderbuch] "Die Tornadojäger" von Ross Montgomery

Tornado-Alarm im Städtchen Barrow, dem Heimatort von Owen und seinen vier Freunden, den unerschrockenen Tornadojägern! Barrow ist anders als andere Orte. Immerzu droht die Gefahr eines Tornados, und die Erwachsenen sind in heller Aufregung. Der 11-jährige Owen muss ständig einen Helm tragen, weil seine Eltern solche Angst um ihn haben. Er darf nicht auf Bäume klettern und soll immer pünktlich zu Hause sein. Owen macht da nicht mehr mit. Zusammen mit vier Freunden will er dem Beispiel seiner Großeltern folgen, die berühmte Tornadojäger waren. Sie wollen dem Sturm ins Auge sehen, allen erwachsenen Ängsten und Kontrollzwängen zum Trotz. Denn ein Leben ohne Abenteuer ist doch kein Leben, oder? (Text-, Cover- und Zitatrechte: Carl Hanser Verlag)


Alleine die Buchbeschreibung kling schon etwas verrückt. Ein Ort, dem immerzu heftige Stürme drohen, ist plausibel. Eine Kindergruppe jedoch, die diese jagen wollen? Für mich war alleine das die Garantie für ein aufregendes, lustiges und tolles Leseerlebnis. Ich empfand das Buch als besonders und positiv-abgedreht. Bis auf das Ende; da wurde es dann ganz still und nachdenklich in mir.

Barrow ist ein Ort der Sicherheit. Das Dorf umgibt eine Schutzmauer aus Tornadofallen, die die gefährlichen Stürme von Kindern und Erwachsenen fernhalten sollen. Vor allem für Kinder gelten strenge Regeln. So gilt ab Nachmittags eine Ausgangssperre, und von der Schule darf ein Kind nur in Begleitung nach Hause gehen. Wer nicht spurt kommt ins Jugendbezirksgefängnis (!). Und genau darum sind Owens Eltern auch nach Barrow gezogen. Sie wollen den größtmöglichen Schutz für ihren Sohn (der zu seinem Leidwesen die ganze Zeit über einen Helm tragen muss - schließlich könnte er schlimm stürzen und sich verletzten). Doch Owen findet Freunde, und gemeinsam lehnen sich sich auf gegen die Regeln und Gesetze von Barrow. Sie wollen einen Tornado fangen!

Dienstag, 14. August 2018

[Bilderbuch] "Hier sind wir: Anleitung zum Leben auf der Erde" von Oliver Jeffers

Wie erkläre ich einem Kind die Welt in ihrer ganzen Vielfalt? Dass es Berge und Seen gibt, aber auch Wüste? Dass kein Mensch wie der andere ist, und dass wir doch alle die gleichen Bedürfnisse haben.
Oliver Jeffers macht seinem Sohn mit wenigen, präzis gewählten Worten und eindrücklichen Bildern die Welt begreifbar. Denn letztlich ist unser Fortbestehen in unserer Verantwortung.
"Achte gut auf die Erde, denn es ist die einzige, die wir haben." (Text-, Zitat- und Coverrechte: NordSüd Verlag)


Oliver Jeffers kennen wir bereits vom tollen Bilderbuch "Der Streik der Farben", bei dem er als Illustrator tätig war. Sein neuestes Buch "Hier sind wir: Anleitung zum Leben auf der Erde" entsprang komplett seiner Feder. Er hat es für seinen Sohn geschrieben und gezeichnet, als dieser noch ein kleines Baby war. Der Autor erzählt das in einem Vorwort und hat mich damit sehr berührt. Besonders als mir bewusst wurde, welch einen Bilderbuchschatz, voller Freundlichkeit, Humor und liebevoller Weitsicht, er damit geschaffen hat.

Das Bilderbuch startet mit einen Sternenkarte und dem Hinweis, dass der Polarstern nach Norden zeigt (nützlich, wenn man sich verirrt hat und den Weg zurück finden muss) und wie er zu finden ist. Eine ebensolche Anleitung gibt es am Ende, dann mit der Himmelsrichtung Süden. Ob man das wirklich fürs Leben braucht, ist natürlich nicht sicher. Aber der Anfang und das Ende des Buches vermitteln so den Eindruck einer warmherzigen Umarmung.

Montag, 9. Juli 2018

[Bilderbuch] "Die kleine Maus und die große Mauer" von Britta Teckentrup

Für alle Furchtlosen - und eine Welt ohne Mauern.

Was passieren kann, wenn man mutig ist, seine Ängste überwindet und sein Herz öffnet - das zeigt uns die kleine Maus, die gemeinsam mit vielen Tieren hinter einer großen roten Mauer lebt. Eines Tages macht sie sich neugierig auf den Weg auf die andere Seite und entdeckt dort eine Welt, noch viel schöner und bunter, als sie es sich jemals vorstellen konnte. Und als die kleine Maus später zu den anderen Tieren zurückkehrt, ist die Mauer plötzlich verschwunden ... (Text- und Coverrechte: arsEdition)


Wäre unser Leben sicherer oder komfortabler, wenn wir uns die ganze Zeit hinter einer großen und hohen Mauer aufhalten würden? Vielleicht. Was die einen entsetzt, ist für die anderen eventuell gar keine so abwegige Vorstellung. Eines ist aber sicher; ein Leben hinter Mauern wäre auf jeden Fall einsamer, grauer und trostloser als ein Leben ohne. Diese Gedanken sind natürlich (hoffentlich!) hypothetisch. Die wenigsten Menschen werden eine echte Mauer bauen, hinter der sie sich verkriechen können. Viel präsenter sind die gedanklichen Mauern, denen wir tagtäglich ausgesetzt sind. Und die sind tatsächlich zu hinterfragen. Denn Mauern entstehen im Kopf!

Freitag, 18. Mai 2018

[Bilderbuch] "Wir sind elefantenstark!" von Anuska Allepuz

Fünf Elefanten, fünf Mäuse und ein Baum mit leckeren Früchten - Wer schafft es wohl, die Birnen zu pflücken? Die Elefanten versuchen einzeln an die Früchte zu kommen. Sie pusten, brüllen, rütteln, aber so sehr sich jeder Elefant auch bemüht, keiner kommt an die Birnen ran. Die schlauen Mäuse hingegen arbeiten zusammen, rufen "Unser!" und gelangen gemeinsam bis zu den Früchten. (Cover- und Textrechte: Ravensburger Buchverlag)


Schaffen wir im Leben die meisten Dinge alleine? Oder geht manches gemeinsam auf jeden Fall leichter von der Hand? Um dieses Thema geht es im neuen Bilderbuch "Wir sind elefantenstark!" von Anuska Allepuz. Auf eine ganz einfache (und sehr humorvolle!) Art können Kinder hier erfahren, dass es manchmal angebracht ist, den eigenen Egoismus hinten anzustellen, weil man gemeinsam besser zum Ziel kommt.

Dafür kommt das Bilderbuch nicht mit dem erhobenen Zeigefinger daher, denn es ist vollkommen in Ordnung, auch mal Dinge alleine zu machen. Es wirkt eher unterbewusst, behandelt das Thema wie nebenbei und dazu noch sehr, sehr lustig. Alleine die fünf Elefanten sind schon drollig anzusehen, wie sie da im Herzen des Jungels vor sich hinleben. Jeder von ihnen hat eigene Vorlieben, jeder hat seinen ganz eigenen Geschmack, wenn es um die Lieblingsfrucht geht. Nur wer ganz genau hinschaut, kann neben der fünf Elefanten noch fünf kleine Mäuse erkennen, die ständig gemeinsam zu Werke gehen.
Die beschauliche Ruhe der Elefanten wird gestört, als sie eine besondere, köstlich aussehende Frucht entdecken. Und sie hängt hoch oben am Baum. Jeder Elefant möchte die Frucht für sich haben, doch irgendwie kommt keiner ran an diese Frucht. Die Mäuse hingegen haben einen gemeinsamen Weg gefunden, die köstliche Frucht zu pflücken. Ob dieser auch den Elefanten einleuchtet?

Mittwoch, 26. April 2017

[Kinderbuch] "Tafiti und das große Feuer" von Julia Boehme

Tafiti und Pinsel trauen ihren Augen kaum. Wie kann es sein, dass die Sonne im Westen gerade erst untergegangen ist und im Osten schon wieder aufgeht? Oh nein, ein Buschfeuer lodert in der Savanne! Jetzt müssen alle Tiere zusammenhalten: Elefanten, Giraffen, Warzenschweine - und sogar Löwen! Die Großen helfen den Kleinen und die Starken den Schwachen. Und am Ende schaffen sie das Unmögliche! (Text- und Coverrechte: Loewe Verlag)


Das Erdmännchen Tafiti und sein Freund Pinsel kommen bei uns so gut an, dass wir froh sind uns mittlerweile schon über den achten Band der Reihe freuen zu dürfen. Und die Freude ist jeweils groß, wenn es an der Zeit ist, ein neues Tafiti-Abenteuer vorzulesen. Vielleicht ist es von Vorteil, wenn man zumindest Band 1 kennt, in dem Kinder Tafiti, seine Familie und Freunde kennenlernen. Ansonsten ist jeder Band so angelegt, dass man die Bücher auch als Einzelbände lesen kann.

Sonntag, 27. November 2016

[Bilderbuch] "Die kleine Hummel Bommel feiert Weihnachten" von Britta Sabbag und Maite Kelly

© Cover arsEdition
Endlich ist Weihnachten da! Am Abend steht das große Weihnachtsfest an, und die kleine Hummel Bommel ist deswegen schon ganz aufgeregt. Damit die Zeit schneller vorbeigeht, möchte Bommel allen Nachbarn, die am Fest beteiligt sind, einen Besuch abstatten. Doch bei jedem von ihnen geht etwas schief. Sie sind enttäuscht, und das Fest droht ins Wasser zu fallen. Ob am Ende trotzdem alle ein schönes Fest zusammen haben?


"Die kleine Hummel Bommel" hat sich ins Herz vieler Kinder und erwachsener Vorleser geschlichen. Ihre Geschichte ist sehr liebenswert und vermittelt eine wertvolle Grundaussage. Ab dem ersten Bilderbuch begann - zurecht - die Erfolgsgeschichte der freundlichen Hummel. Mit "Die kleine Hummel Bommel feiert Weihnachten" erscheint nun eine besonders schöne Weihnachtsgeschichte. Kinder erleben eine völlig neue Geschichte, treffen aber natürlich auch auf alte Bekannte. Das Weihnachtsbilderbuch kann aber vollkommen eigenständig, ohne Vorkenntnisse, gelesen werden.