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Montag, 13. Januar 2020

Loewe Wow! - ein neu definiertes Kinderbuchprogramm für junge Leser*innen


Kinder, die gerne und viel lesen - das ist wohl der Traum, oder die Wunschvorstellung, von Eltern, die selbst Bücher- und Lesefans sind. Mit ihrer Vorbildfunktion tragen sie ein großes Stück zu den Lesegewohnheiten ihrer Kinder bei. Manchmal klappt es, manchmal auch nicht. Der Püppi (5) werden täglich Bilderbücher vorgelesen. Und während bei uns die Träumerin (10) ein Buch nach dem anderen verschlingt, ist dem Schelm (12) das Lesen, so scheint es, etwas mühsam geworden. Obwohl ich für ihn viele Leseanreize bereithalte, werden andere Dinge immer wichtiger. Comic-Romane jedoch, die stehen auch heute noch bei dem Schelm hoch im Kurs.

Die Menschen beim Loewe Verlag haben sich Gedanken gemacht und mit Loewe Wow! ein neues und anderes Kinderbuchprogramm gestartet. Dieses hat eine überarbeitete und optimierte Text-Bild-Gestaltung, um sich so an die Sehgewohnheiten von Kindern anzupassen, die sich vor allem durch moderne Medien stark verändert haben. Verschiedene visuelle Medien, und der Umgang damit, sind für Kinder heute selbstverständlich geworden Doch was ist an diesem Buchprogramm jetzt neu und vor allem anders? Ich dachte zuerst, nicht ganz so viel, denn Comic-Romane gibt es schon lange. Loewe Wow!-Bücher sind jedoch schon auf den ersten Blick für Kinder sehr ansprechend gestaltet. Sie sind nicht allzu dick, kommen modern, cool und niedlich daher. Außerdem hat jedes Buch einen farbigen Buchschnitt, und dieser ist tatsächlich ein Wow-Effekt, bei dem Kinder das Buch in die Hand nehmen wollen. Im Inneren ist ein altersgerechter Text mit seitenfüllenden Bildern oder Illustrationen im Comic-Stil kombiniert.

Meiner Meinung nach deckt Loewe Wow! gleich zwei wichtige Punkte ab, die die Lesegewohnheiten von Kinder beeinflussen können. Erstens können die Bücher für kleine Lesemuffel durch Gestaltung und Inhalt einen Anreiz bieten. Dass lesen Spaß macht, kann hier mit allen Sinnen erfahren oder (wieder)entdeckt werden. Zweitens ist diese Form der Kinderbücher ein toller Zwischendurchspaß, für Kinder, die bereits viel und ausgiebig lesen. Eine Abwechslung zu Nur-Text-Büchern, eine kurzweilige und visuell ansprechende Unterhaltung und damit eine Ergänzung zu Kinderromanen.



Dienstag, 10. Dezember 2019

[Kinderbuch] "Toto: Auf vier Pfoten zum Zauberer von Oz" von Michael Morpurgo

Ein Sturm wirbelt Toto und sein Frauchen Dorothy weit fort, in das Märchenland Oz. Hier gibt es gute und böse Hexen, geflügelte Affen, wundersame Blumen und gefährliche Ungeheuer - aber leider nicht das allerkleinste Würstchen. Schon deshalb möchte Toto so schnell wie möglich nach Hause! Zusammen mit Dorothy folgt er der gelben Ziegelsteinstraße, an deren Ende die Smaragdstadt des Zauberers von Oz liegt. Ob der Zauberer ihnen helfen kann, den Heimweg zu finden? Eine Vogelscheuche, ein Blechmann und ein Löwe begleiten die beiden auf ihrer Reise voller Abenteuer. Und Toto muss mehr als einmal beweisen, was für ein mutiger Hund er ist ... (Text- und Coverrechte: WooW Books)


"Der Zauberer von Oz" ist ein echter Klassiker. Die Originalgeschichte erschien bereits 1900 und ist, auch durch diverse Verfilmungen, weltbekannt. Zumindest im englischsprachigen Raum kennt die Geschichte fast jedes Kind. Der Bekanntheitsgrad bei deutschsprachigen Menschen ist gefühlt nicht so hoch. Mit "Toto: Auf vier Pfoten zum Zauberer von Oz" ändert sich das hoffentlich. In dem wunderschön gestalteten Kinderbuch, erzählt Michael Morpurgo die Geschichte zwar originalgetreu, diesmal jedoch aus der Sicht von Toto, dem kleinen Hund des Mädchens Dorothy. Das ist für Kinder nicht nur sehr ansprechend, sondern auch äußerst gefühlvoll und freundschaftlich.
Meine 10-jährige Tochter hat mir das Buch vor der Nase weggeschnappt und es zwei Tage nicht mehr aus der Hand gelegt. Erst danach durfte ich es lesen. Ich kann sie verstehen, es ist nicht nur äußerlich eine Augenweide, auch die Geschichte ist durchweg märchenhaft-wunderbar.

"Es ist wirklich herrlich hier", sagte Dorothy. "Aber zu Hause ist zu Hause, und zu Hause ist es einfach am schönsten." - S. 33

Als ein großer Sturm über Kansas hinwegfegt, schaffen Dorothy und ihr Hund Toto es nicht mehr rechtzeitig in den Keller des Farmhauses, in dem Onkel und Tante auf sie warten. Der Wind rüttelt stark am Haus ... und nimmt es schließlich mit. Dorothy und Toto fliegen mitsamt dem Haus hoch in die Luft, bevor sie vor Erschöpfung einschlafen. Als sie mit einem Rums geweckt werden, sind sie im Märchenland Oz gelandet. Zwar werden sie freundlich empfangen, doch für Dorothy und Toto ist sofort klar, dass sie wieder zurück nach Hause möchten. Vielleicht kann der Zauberer von Oz helfen. Der lebt weit weg, in der Smaragdstadt, am Ende einer sehr, sehr langen gelb gepflasterten Straße. Also machen sich die beiden auf den Weg. Bald erhalten Dorothy und Toto Gesellschaft von einer Vogelscheuche, einem Blechmann und einem Löwen. Sie alle erwarten Hilfe vom Zauberer von Oz. Doch zuvor gilt es einige Gefahren zu überwinden.

Samstag, 25. Mai 2019

[Kinderbuch] "Der Wald der außergewöhnlichen Tiere" von Ally Bennett

"Im Wald? In unserem Wald?" Die Eichhörnchen Puschel und Zottel sind entsetzt, als der 12-Uhr-Zug mit einem furchtbaren Quietschen zum Stehen kommt. Die Container öffnen sich und aus ihnen steigen ein Zebra, ein Affe, ein Känguru und viele andere ungewöhnliche Tiere. Sofort versammeln sich die Wildtiere und überlegen, wie man die Fremdlinge wieder aus dem Wald verjagen kann. Oder gelingt vielleicht doch ein Miteinander? (Text- und Coverrechte: KOSMOS Verlag)


Freundschaft und Miteinander kann man gar nicht oft genug thematisieren, und genau das tut "Der Wald der außergewöhnlichen Tiere". Freundschaften unter Kinder sind normal und richtig. Doch wie sieht es aus, wenn uns jemand begegnet, der nicht unseren Vorstellungen entspricht, der vielleicht sogar stört oder unsere Wertvorstellungen in Frage stellt? Können wir da auch komplett vorurteilsfrei und freundlich bleiben? Oftmals nicht. Denn genau so ergeht es den Waldtieren im Buch. Die fühlen sich in ihrer Ruhe und festgefahrenen Gemeinschaft gestört, als eine Gruppe exotischer Tiere auf der Bildfläche erscheint.

Die Waldtiere leben ein entspanntes Leben und Miteinander in ihrem Zuhause. Ihnen geht es gut, sie schätzen einander und kommen miteinander aus. Dieser Frieden wird gestört, als der 12-Uhr-Zug eines Tages nicht am Rande des Waldes vorbeifährt, sondern zufällig anhält und eine Gruppe Zootiere aussteigt. Diese exotischen Tiere sehnen sich nach einem Leben in Freiheit, außerhalb der Mauern und Gehegen des Zoos. Das passt den Waldtieren aber nun gar nicht. Vielen von ihnen haben Vorurteile und können sich nicht vorstellen, dass ein gemeinsames Leben in ihrem Wald, der zugegebener Maßen ausreichend groß ist, möglich ist. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet die Tierkinder für ein Miteinander verantwortlich sein könnten ...

Dienstag, 6. März 2018

[Kinderbuch] "Ziemlich beste Schwestern: Quatsch mit Soße" von Sarah Welk

Willkommen bei den besten Schwestern der Welt!
Mimi und Flo haben immer die besten Ideen! Einen Überraschungskuchen machen zum Beispiel. Sooo schwierig kann Backen ja nicht sein. Oder doch?
Und wie wäre es mit einer Mäusefamilie, die ins Puppenhaus einzieht? Dumm nur, dass die kleinen Nager gar nicht daran denken, brav in ihrem Versteck zu bleiben.
Und komisch, dass Mama und Papa von den neuen Mitbewohnern gar nicht begeistert sind ...
Eine Geschichte zum Vor- und Selberlesen! (Cover- und Textrechte: arsEdition)


Die Chemie zwischen Schwestern ist meist eine ganz besondere. Sie zanken sich oft, haben aber genauso oft ein schönes Miteinander. Keine kann ohne die andere. Genau so ist das auch bei "Ziemlich beste Schwestern: Quatsch mit Soße". Im Buch geht es um Schwestern, die gemeinsam die allerbesten Ideen haben - sehr zur Freude (oder dem Leid) ihrer Eltern.

Die einzelnen Geschichten im Buch werden von Mimi erzählt. Sie ist sieben und stellt ganz am Anfang ihre kleine Schwester Flo, fünf Jahre alt, vor. Gemeinsam hecken die beiden ganz schön viel aus, wollen zum Beispiel eine echte Mäusefamilie ins Puppenhaus einquartieren oder backen einen Kuchen mit drei Packungen Backpulver. Wohin das führt, kann sich jeder Leser bildhaft vorstellen. Natürlich sind die Aktionen der beiden Schwestern etwas überspitzt dargestellt. Zwischen den Zeilen streckt aber auch ganz viel Wahrheit, und wir haben in jedem Kapitel viel gelacht.

Dienstag, 14. November 2017

[Kinderbuch] "Die Abenteuer des Ollie Glockenherz" von William Joyce

Im geheimen Königreich der Kuscheltiere gibt es viele Geheimnisse. Wenn zum Beispiel ein Kind ein Kuscheltier zu seinem allerallerliebsten Kuscheltier ernennt, dann passiert etwas Magisches: Das Kuscheltier erwacht - von allen anderen unbemerkt - zum Leben, und die zwei werden für immer und ewig unzertrennliche Freunde.
Ollie ist so ein Lieblingskuscheltier. Er und sein Junge Billy erleben gemeinsam jeden Tag die aufregendsten Abenteuer. Deshalb ist Billy untröstlich, als sein Ollie plötzlich spurlos verschwindet. Er spürt, dass der Hasenbär in großer Gefahr sein muss, und obwohl es Nacht ist und gegen alle Regeln verstößt, macht er sich auf den Weg, um Ollie zu retten. Und es höchste Zeit! Denn im gleichen Moment, nur zwei Kilometer entfernt, kämpft der kleine Hasenbär Ollie gegen eine ganze Armee von verbitterten, vergessenen Kuscheltieren, die ganz gelb vor Neid sind, weil sie niemand lieb hat. (Text- und Coverrechte: FISCHER Sauerländer)


"Die Abenteuer des Ollie Glockenherz" sieht schon auf den ersten Blick so niedlich aus und klingt nach einer so schönen Geschichte, dass sich mir nicht die Frage stellte, ob ich das Buch (vor)lese, sondern wann wir die Zeit finden, es uns mit den knapp 300 Seiten gemütlich zu machen. Für ein Vorlesebuch ist es ja doch recht umfangreich. Das Buch ist außen und innen ein Blickfang, wurde sehr hochwertig und liebevoll gestaltet. Nach den ersten Seiten, schien es fast, als sei dieses Buch für mich geschrieben worden. Ganz wunderbar! Warum ich mich dann doch dazu entschieden haben, es alleine, nicht mit meinen Kindern zu lesen, erkläre ich noch genauer ...

Donnerstag, 14. September 2017

[Sachbuch] "Leselauscher Wissen: Pferde & Ponys" von Silke Krome

Pferde sind nicht nur die Lieblingstiere vieler Kinder, sie sind auch interessante Lebewesen, die den Menschen schon lange begleiten. Lena ist begeisterte Reiterin. Zusammen mit ihrem Pony Millie erzählt sie über die Welt der Pferde und erklärt, wie man mit Pferden Freundschaft schließt und lernt, sie zu verstehen. Pferderassen, Fellfarben, Pflegeausrüstung und Gangarten werden ebenso erklärt wie die Verhaltensweisen und Besonderheiten von Pferden. (Text- und Coverrechte: BVK Buch Verlag Kempen)


Wissensbücher oder Sachbücher standen bei mir in meiner Kindheit schon hoch im Kurs. Es war einfach total spannend, über verschiedenste Themenbereiche der Welt zu lesen, die mit Bildern und Zeichnungen kombiniert waren, und sich konkretes Wissen anzueignen. Heute können Kinder fast alle Informationen aus dem Internet bekommen. Die Erfahrung, viele Informationen zu einem Thema gesammelt in einem Buch zu bekommen, finde ich jedoch nach wie vor unschlagbar.
Leselauscher Wissen ist ein neues Konzept und bietet ein ganz besonderes Leseerlebnis. Sachwissen wird Kindern, speziell Leseanfängern, mit Text und Hörbuch gleichzeitig vermittelt. Jedem Buch, das sich einem bestimmten Themenbereich widmet, liegt eine CD bei. Kinder können die Informationen hören und gleichzeitig den Text im Buch mitlesen, oder natürlich beides getrennt voneinander erleben.

Meine Tochter (8) liebt Pferde und alles, was damit zu tun hat. Wie praktisch, dass es "Leselauscher Wissen: Pferde & Ponys" gibt. Und weil sie gerade in die 2. Klasse kam, also indirekte Leseanfängerin ist, scheint dieses Sachbuch wie gemacht für sie. Das hat sich beim ersten Lesen (und gleichzeitigem Hören) sofort bestätigt. Sie hat sich so umfassend in "Pferde & Ponys" vertieft, dass das Buch nun ihr ständiger Begleiter ist, tagsüber und bis zum Einschafen am Abend.

Sonntag, 6. November 2016

[Kinderbuch] "Das Zauberpferd" von Magdalen Nabb

Der Weihnachtsklassiker für alle Pferdefans!
Etwas Vernünftiges soll sich Irina zu Weihnachten wünschen. Doch sie will unbedingt das alte Spielzeugpferd aus dem Trödelladen. Sie nennt es Bella. Und ihre Eltern schütteln nur den Kopf, als Irina das Tier versorgt wie ein richtiges Pferd. Niemand ahnt, dass Bella verzaubert ist und Irinas Leben von Grund auf verändern wird.
"Ein märchenhaftes und sehr poetisches Buch über Freundschaft und Fantasie." (Text- und Coverrechte: Coppenrath Verlag)


"Das Zauberpferd" ist eine Neuauflage des Klassikers von Magdalen Nabb. Das Buch ist ein echter Schatz, mit einer wunderschönen Gestaltung, einer ausdrucksstarken Sprache und liebevoll passenden Illustrationen. Für alle Pferdefans und für alle große und kleinen Leser, die an den Zauber der Weihnacht und der Freundschaft glauben.

Im Buch geht es um das Mädchen Irina, die mit ihren Eltern die letzten Einkäufe vor Weihnachten erledigt. Die Erwartungen der Eltern an das Mädchen sind hoch, ich empfand sie als sehr streng und oft auch unfreundlich. Irina ist sehr vernünftig, gut in der Schule und hilfsbereit zu Hause. Jetzt soll sie sich auch etwas Vernünftiges zu Weihnachten wünschen. Ihre Eltern fallen aus allen Wolken, als Irina ein altes, verschmutztes Spielzeugpferd aus einem Trödelladen mit nach Hause nehmen will. Die Geschichte des Pferdchens Bella ist sehr traurig, weshalb Irina sich besonders liebevoll um das Tier kümmert. Was sich daraus entwickelt, kann zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnen.

Montag, 22. Dezember 2014

[Kinderbuch] "Zwischen Steppe und Sternenhimmel: Pferdeabenteuer aus aller Welt" von Josefine Gottwald

Sprudelnde Geysire, brennender Wüstensand, steile Klippen am Fjord und die unendliche Prärie Nordamerikas sind nur einige Orte und wie geschaffen für spannende Geschichten hoch zu Ross.
Acht junge Reiter aus unterschiedlichen Ländern erleben auf dem Rücken ihrer Pferde brenzlige Situationen, müssen schwierige Aufgaben bewältigen und vor allem eins: Zusammenhalten! (Text-, Cover und Zitatrechte: Alwis Verlag)


Schon als junges Mädchen faszinierten mich Pferdebücher sehr. Es gab ein Alter, etwa zwischen 8 und 14 Jahren, da habe ich ausschließlich Pferdebücher gelesen. Erst mit einem eigenen Pferd ließ das nach, die Zeit war dann einfach nicht mehr gegeben.
Josefine Gottwalds neuestes Buch "Zwischen Steppe und Sternenhimmel" landet sicher sofort auf der Wunschliste pferdebegeisterter Mädchen. Schön ist, dass sich das Buch nicht auf eine weibliche Zielgruppe beschränkt. Auch Jungen werden mit dem Buch spannende Lesestunden haben.

"Weißt du, Tarik, dass die Pferde aus dem Südwind geschaffen wurden?", fragte er. "Deswegen sind sie so schnell und in ihren Augen glüht das Wüstenfeuer. Mein Vater sagt, das Arabische Pferd ist das edelste auf der ganzen Welt [...]. Wir werden das Rennen schaffen, nicht wahr? [...]" - S. 23

Das Buch beinhaltet acht abgeschlossene Geschichten. Teilweise sind diese so gehalten sind, dass man sich am Ende ausmalen muss, wie es mit den Protagonisten und ihren Pferden weitergeht. Das fördert die Fantasie und Kreativität beim Lesen. Jede Geschichte spielt in einem anderen Erdteil, mit Protagonisten aus diversen Ländern und unterschiedlichen Pferderassen. Die Autorin hat die Eigenschaften der jeweiligen Rasse sehr gut kenntlich gemacht. Leser, die sich mit den Rasseeigenschaften und dem Verhalten von Pferden auskennen, werden ihre Freude haben. Zudem enthält jede Geschichte eine wunderschöne Zeichnung, die einzelne Szenen aus dem Buch darstellt.

Die einzelnen Geschichten sind sehr realistisch gehalten, für mich ein großer Pluspunkt. Das heißt, dass sie nicht immer "wie im Bilderbuch" ausgehen. Ein Rennen muss nicht zwangsläufig gewonnen werden, um die Geschichte spannend zu machen. Viel wichtiger ist die Beziehung des Reiters zu seinem Pferd.
"Zwischen Steppe und Sternenhimmel" wird als Vor- und Selbstlesebuch, etwa zwischen 5 und 12 Jahren, empfohlen. 5 Jahre empfinde ich als sehr früh. Kinder brauchen, um die Geschichten zu verstehen, weiterführendes Denken und ein Vorstellungsvermögen der Lebenssituation der Protagonisten, da in Kurzgeschichten nicht alles erklärt werden kann. Ich würde das Buch eher ab einem Alter empfehlen, in dem Kinder sicher und selbstständig lesen können. Etwa fortgeschritteneres Grundschulalter. Hier sind die acht spannenden Kurzgeschichten sehr förderlich für die Lesemotivation.

Damaris fühlte ...
sich beim Lesen von "Zwischen Steppe und Sternenhimmel: Pferdeabenteuer aus aller Welt" sofort wieder an ihre Kindheit, als begeisterte Pferdebuchleserin, erinnert. Die realistischen Geschichten sind spannend und sehr unterhaltsam für junge Leser. Die Vielfalt der Protagonisten und Pferderassen ist klasse, und die schönen Zeichnungen unterstützen die Handlung. Als besondere Zugabe erhält man zum Buch ein passendes Lesezeichen und ein großes Titelposter im A2-Format. Ein empfehlenswertes Buch, besonders auch als Geschenk, für junge Pferdefreunde.


Alwis Verlag 2014 - Hardcover, 96 Seiten - 12,95 € [D] - mit Lesezeichen und Poster - illustriert von Sandra Mahn - ab 5 Jahren (von mir empfohlen ab 7 Jahren)