Dieser Kinder- und Bilderbuchblog wurde beendet. Schau dich jedoch gerne um! Infos dazu gibt es HIER.

Sonntag, 9. Februar 2020

[Bilderbuch] "Ich mag dich - einfach so!" von Neele und Marta Balmaseda

Der kleine Elefant hat schlechte Laune und tritt nach einem Stein. Aus Versehen trifft der Stein den Flamingo - und schon beginnt ein Schimpfen und Ärgern, das sich immer weiter ausbreitet. Am Fluss, im Gebüsch, in der Savanne: Einfach so! Bis ein kleines Erdmännchen genug davon hat ... und den fauchenden Leoparden einfach umarmt. Dessen Herz wird ganz leicht, und nach und nach merken alle Tiere, wie schön es ist, wenn man nett zueinander ist. Einfach so! (Text- und Coverrechte: Arena Verlag)


Bilderbücher über Gefühle mögen wir gerne. Denn Gefühle sind vielfältig und täglich präsent. Sie gehören zum Leben dazu. Gefühle Kindern bewusst zu machen, finde ich wichtig. Es kann ihnen helfen, sich zu sortieren und Dinge einzuordnen.
Jeder von uns hat mal schlechte Laune - einfach so. Ohne nennenswerten Grund. Das ist auch völlig in Ordnung. Jedoch kann schlechte Laune bei anderen etwas Unangenehmes auslösen, etwas, das wir nicht beabsichtigen. "Ich mag dich - einfach so!" macht diesen Umstand humorvoll ansprechend deutlich. Das Bilderbuch zeigt aber auch einen anderen Weg. Es ist okay, schlechte Laune zu haben. Aber es ist auch okay jemandem zu sagen, dass man ihn mag - einfach so.

Eines Tages hat der kleine Elefant schlechte Laune. Den Grund dafür weiß er wohl selbst nicht, es ist einfach so. Wütend kickt er einen Stein aus dem Weg. Dieser Stein trifft ausgerechnet den Flamingo, der für die schlechte Laune des kleinen Elefanten gar nichts kann. Der Flamingo verdächtigt die Schildkröte, diese verärgert das Nashorn ... und so geht es weiter, die Reaktion des kleinen Elefanten setzt eine Kettenreaktion aus Missgeschicken und Anschuldigungen in Gang. Durchbrochen wird diese Kette vom Erdmännchen, das auf ein Missgeschick des Leoparden ganz anders regiert, als es zu erwarten gewesen wäre - einfach so. Und plötzlich breitet sich ein wunderbare Stimmung unter den Tieren aus.

Mittwoch, 5. Februar 2020

[Bilderbuch] "Ein Strandtag" von Susanna Mattiangeli

Ein Tag am Meer! Zuckersand und Sonnencreme. Oder auch: Eine ganz reizende "Gebrauchsanweisung" aus der Sicht eines Kindes, das so vieles sehen kann, was man nur am Strand sieht und so viel erlebt, was man nur am Strand erleben kann. Ein Szenario aus Badehosen und Bikinis, die große, kleine, dicke und dünne Popos bedecken, hagere und dicke Bäuche, alle Arten von Fortbewegungsmitteln für Sand und Wasser, Kinder, mit denen man Fangen spielen, Burgen bauen oder planschen kann ... und dann gibt es da viele Sonnenschirme und die Möglichkeit, sich zu verlaufen ...
Wer jemals am Strand war, spürt mit jedem Wort wieder den Sand zwischen den Zehen. Wer noch nie am Meer in der Sonne lag, wird es schleunigst nachholen wollen! (Text-, und Coverrechte: Bohem Press)


Kannst du dich noch an deinen letzten Strandbesuch erinnern? Wie es sich anfühlt, den ganzen Tag am Meer zu verbringen? Das Gefühl von Glück, Besonderheit, Geräuschen und Hitze - für mich persönlich sind diese Erinnerungen aus meiner Kindheit sehr präsent, ich verbinde nur Gutes damit. Und ich glaube auch, dass die Gefühle, die der Strand und das Meer mit sich bringen, ein Leben lang erhalten bleiben und Kinder ein stückweit prägen. Das Bilderbuch "Ein Strandtag" animiert dazu, in Erinnerungen zu schwelgen und etwas Neues zu entdecken.

Die Geschichte, die "Ein Strandtag" beinhaltet, ist schnell erzählt: Eine Familie verbringt den ganzen Tag am Strand. Ihr Platz ist durch einen knallroten Sonnenschirm gut zu erkennen und zu merken. Darum geht das kleine Mädchen auch auf Muschelsuche, und um das Loch, das es gebuddelt hat, mit den Muscheln zu schmücken. Was es dabei alles erlebt und wie viel es zu entdecken gibt! Doch irgendwann ist der knallrote Sonnenschirm nicht mehr zu sehen. Für die Kleine jedoch kein Grund zur Sorge, denn am Ende, als sie zurückfindet, ist sie sich sicher: Ich war immer in der Nähe.

Montag, 13. Januar 2020

Loewe Wow! - ein neu definiertes Kinderbuchprogramm für junge Leser*innen


Kinder, die gerne und viel lesen - das ist wohl der Traum, oder die Wunschvorstellung, von Eltern, die selbst Bücher- und Lesefans sind. Mit ihrer Vorbildfunktion tragen sie ein großes Stück zu den Lesegewohnheiten ihrer Kinder bei. Manchmal klappt es, manchmal auch nicht. Der Püppi (5) werden täglich Bilderbücher vorgelesen. Und während bei uns die Träumerin (10) ein Buch nach dem anderen verschlingt, ist dem Schelm (12) das Lesen, so scheint es, etwas mühsam geworden. Obwohl ich für ihn viele Leseanreize bereithalte, werden andere Dinge immer wichtiger. Comic-Romane jedoch, die stehen auch heute noch bei dem Schelm hoch im Kurs.

Die Menschen beim Loewe Verlag haben sich Gedanken gemacht und mit Loewe Wow! ein neues und anderes Kinderbuchprogramm gestartet. Dieses hat eine überarbeitete und optimierte Text-Bild-Gestaltung, um sich so an die Sehgewohnheiten von Kindern anzupassen, die sich vor allem durch moderne Medien stark verändert haben. Verschiedene visuelle Medien, und der Umgang damit, sind für Kinder heute selbstverständlich geworden Doch was ist an diesem Buchprogramm jetzt neu und vor allem anders? Ich dachte zuerst, nicht ganz so viel, denn Comic-Romane gibt es schon lange. Loewe Wow!-Bücher sind jedoch schon auf den ersten Blick für Kinder sehr ansprechend gestaltet. Sie sind nicht allzu dick, kommen modern, cool und niedlich daher. Außerdem hat jedes Buch einen farbigen Buchschnitt, und dieser ist tatsächlich ein Wow-Effekt, bei dem Kinder das Buch in die Hand nehmen wollen. Im Inneren ist ein altersgerechter Text mit seitenfüllenden Bildern oder Illustrationen im Comic-Stil kombiniert.

Meiner Meinung nach deckt Loewe Wow! gleich zwei wichtige Punkte ab, die die Lesegewohnheiten von Kinder beeinflussen können. Erstens können die Bücher für kleine Lesemuffel durch Gestaltung und Inhalt einen Anreiz bieten. Dass lesen Spaß macht, kann hier mit allen Sinnen erfahren oder (wieder)entdeckt werden. Zweitens ist diese Form der Kinderbücher ein toller Zwischendurchspaß, für Kinder, die bereits viel und ausgiebig lesen. Eine Abwechslung zu Nur-Text-Büchern, eine kurzweilige und visuell ansprechende Unterhaltung und damit eine Ergänzung zu Kinderromanen.



Montag, 6. Januar 2020

"minifanten" - Spielbücher für kleine Kinderhände


Erst vor kurzem haben wir die minifanten-Kinderbücher entdeckt. Eigentlich schade, denn ich habe ein bisschen das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Die 4-jährige Püppi ist diesen knuddelig-liebenswerten Büchlein nämlich schon fast entwachsen. Lustigerweise beschäftigt sie sich immer noch gerne damit. Verständlich, die Bücher sind ja auch großartig. Und dann gibt es da in unserer Familie auch noch einige Cousinen und Cousins der Püppi, die noch kleiner sind, und denen die minifanten viel Freude bereiten werden.

Was sind die minifanten genau und was macht sie aus? Zuerst einmal sind die minifanten kleine Spielbücher. Für Kinder ab etwa 18 Monaten sind sie recht klein gehalten und die Ausführung ist stabil. Damit passen sie nicht nur perfekt in kleine Kinderhände, man kann sie auch gut mitnehmen und unterwegs aus der Tasche zaubern.
Ganz nebenbei können kleine Kinder mit den minifanten die Welt entdecken. Die Auswahl ist groß. Ein Besuch auf dem Bauerhof oder im Zoo, ein Stadtbummel oder eine Obstkunde - hier ist so viel möglich!