Dieser Kinder- und Bilderbuchblog wurde beendet. Schau dich jedoch gerne um! Infos dazu gibt es HIER.

Freitag, 17. Juli 2020

[Bilderbuch] "Hallo, Teckel Tom!" von Bette Westera

Viele Kinder wünschen sich einen Hund - besonders Dackel, von Experten Teckel genannt, sind darunter beliebt. Diese Dackelgeschichte wird allerdings einmal andersherum erzählt, nämlich aus den Augen von Tom, einem Dackelwelpen. Er liegt warm und gemütlich in einer großen Kiste mit all seinen Brüdern und Schwestern bei seiner Mama, Mira. Aber eines Tages wird er in eine andere Kiste gesetzt und mitgenommen. Wohin es geht? Zu Sofie! Die hat nämlich Geburtstag und bekommt ihren langersehnten Wunsch von ihren beiden Papas erfüllt. Ein Buch (nicht nur) für alle, die Dackel lieben! (Text- und Coverrechte: Bohem Press)


Kinder und Tierkinder passen einfach gut zusammen. Zwischen ihnen besteht oft eine besondere Verbindung, was einleuchtet, denn sie sind sinngemäß ja auch ein einem gleichen oder ähnlichen Alter. Besonders Hundwelpen haben es Kindern angetan. "Hallo, Teckel Tom!" erzählt die bunte und anrührende Geschichte aus der Sicht eines Dackelwelpen, der, zuerst gezwungenermaßen, Freundschaft mit einem Mädchen schließt. Am Ende damit aber sehr glücklich ist.

Weißt du, dass Dackel auch Teckel genannt werden? Und genau solch ein Teckel ist der kleine Tom. Teckel Tom fühlt sich wohl in seiner großen Kiste, die er mit seiner Mama und seinen Geschwistern teilt. Er möchte nichts anderes haben und nirgendwo anders hin. Bis eines Tages die Papas von Sofie kommen, und Teckel Tom für ihre Tochter aussuchen. Zuerst ist Tom überfordert und traurig. Ihm fehlt seine Mama und die Decke aus der Kiste, die so gut nach ihr riecht. Doch nach und nach fasst Teckel Tom Vertrauen und stellt fest, dass es bei Sofie auch sehr schön ist. Und als Tom ein eigenes Körbchen bekommt, mit einer Decke, die nach Sofie riecht, findet er das ganz wunderbar.

Samstag, 30. Mai 2020

[Musik- und Gedichtbuch] "Kommt in die Felder, Wiesen und Wälder!: 365 Gedichte für jeden Tag"

Die Natur steckt voller Poesie!
Seit jeher hat die Natur in all ihrer Vielfalt Dichter und Komponisten inspiriert. 365 stimmungsvolle Gedichte und Lieder begleiten uns in diesem Hausbuch durch das Jahr: Jede Seite ist eine Einladung an den Leser, im Alltag innezuhalten und in die Natur und ihre Poesie einzutauchen. Laute und leise, kurze und lange, alte und neue Gedichte und Lieder fangen die Wunder der Natur ein - Jahreszeiten und Wetterphänomene, Tiere und Pflanzen, Landschaften und urbanes Leben. Ein poetischer Schatz für jeden Tag des Jahres, zum Vorlesen und Selberlesen. (Text- und Coverrechte: arsEdition)


Kinder- und Volkslieder und ebenso Gedichte sind für mich Kulturgut, gehören Allgemeinbildung und sollten unbedingt bewahrt und weitergegeben werden. Außerdem schulen sie Gehör, Sprache und Ausdruck. Kinder haben Spaß an Liedern, Gedichte vermitteln ein schönes Gefühl und trainieren das Verständnis. Dafür eignet sich am besten ein Lieder- oder Gedichtband, der eine große Auswahl bekannter Kinderlieder und/oder Gedichte enthält. "Kommt in die Felder, Wiesen und Wälder!: 356 Gedichte für jeden Tag" ist ein umfangreiches Hausbuch, ein hochwertiger Buchschatz, der das Familienleben bereichert, und dazu noch ein besonders schönes Exemplar. Wir können uns daran gar nicht sattsehen und -lesen.

Gestern, beim Spazierengehen,
hab ich einen Schwan gesehen.
Er glitt ans Ufer, ganz leise,
und wünschte mir eine gute Reise.
- Heinz Janisch, S. 205

"Kommt in die Felder, Wiesen und Wälder!" orientiert sich an der Natur; an Tieren, Planzen, verschiedenen Umgebungen und Wetterverhältnissen. Das alles ist eingefasst in den Jahreslauf, darum ist der Inhalt auch auf die Monate Januar bis Dezember aufgeteilt. Das passt nicht nur perfekt zum Konzept, es macht einem das Buch sofort vertraut. Und weil ein Jahr 365 Tage hat, finden sich im Buch ebenso viele Gedichte und Lieder, passend zum jeweiligen Monat und der entsprechenden Jahreszeit. Für jeden Tag eines. Pro Monat gibt es zwei bis vier bekannte Volks- und Kinderlieder zu entdecken, der Rest sind die Gedichte klassischer und zeitgenössischer Poet*innen. Es bietet sich geradezu an, diesen Musik- und Gedichtband in Griffweite zu behalten und jedem Tag des Jahres ein passendes Lied oder Gedicht zu widmen. Für Kinder (und Erwachsene) ein schönes Ritual.

Montag, 18. Mai 2020

[Bilderbuch] "Ich hab (fast) keine Angst im Dunkeln!" von Anna Milbourne

Dieses Buch vermittelt auf leicht verständliche und lustige Weise, dass es nichts gibt, wovor man sich nachts fürchten muss. Die filigranen Laserschnitte und Hell-Dunkel-Effekte machen es zu einem ganz besonderen Lesevergnügen. (Text-, Cover- und Zitatrechte: Usborne Verlag)


Die Angst vor der Dunkelheit, vor der Nacht - und damit vor dem Zubettgehen - treibt viele Kinder um. Nachts sieht das Zimmer plötzlich anders aus. Da kann man schon mal Dinge sehen, die eigentlich gar nicht da sind. Überraschend vielfältig, und nicht nur auf die Schlafenszeit bezogen, vermittelt "Ich hab (fast) keine Angst im Dunklen!", dass man sich vor der Dunkelheit nicht fürchten muss (und dass es völlig okay ist, zum Einschlafen das Licht anzulassen). Das geschieht nicht nur lustig, sondern auch sehr einfühlsam. Außerdem bringt das Bilderbuch mit seinen Laserschnitten und den damit verbundenen Effekten eine große Besonderheit mit, die Kinder und Vorlesende staunen lassen.

Ein Junge, man kennt seinen Namen nicht, erzählt von seinen Erlebnissen und Gefühlen - seine Geschichte mit der Dunkelheit. Dazu verwendet er die Ich-Form, ist Kindern damit also sehr nah. Tagsüber fühlt sich der Junge wohl. Doch umso tiefer die Sonne sinkt, umso länger werden die Schatten. Die Dunkelheit streckt sich, nimmt zu. Auch zu Hause, solange das Licht an ist, ist es gemütlich und hell. Doch auch hier lauern in den Ecken Schatten, und da Kinderzimmer wird ganz schön gruselig, sobald das Licht ausgeschaltet wird. Auf einem Campingausflug mit seinem Vater entdeckt der Junge, dass man all die Sterne nur gut sehen kann, wenn das Licht aus ist. Vielleicht ist die Dunkelheit doch nicht so schlimm. Und wenn die Angst nachts wiederkommt, lässt der Junge in seinem Zimmer einfach das Licht an.

Mittwoch, 13. Mai 2020

[Kinderbuch] "Ein Mädchen namens Willow" von Sabine Bohlmann

Was soll Willow denn mit einem Wald anfangen? Den hat sie nämlich von ihrer Tante Alwina geerbt. Und nicht nur den - ihre Tante hat Willow auch noch ein kleines windschiefes Häuschen hinterlassen und vor allem: ihre Hexenkraft. Doch ob Willow dieses Erbe, mit allem was dazu gehört, wirklich annehmen möchte? Und dann soll sie auch noch drei Mädchen finden, die die Gabe des Hexens ebenfalls in sich tragen. Nur wo? Und vor allem, wie? Zum Glück ist Willow nicht allein, denn Rufus, der Fuchs, weicht nicht mehr von ihrer Seite. (Text- und Coverrechte: Planet!)


Hat "Ein Mädchen namens Willow" nicht ein ganz zauberhaftes Cover? Diese Stimmung, diese Farben, ein Mädchen auf einer Waldlichtung mit einem Fuchs. Ich muss gestehen, bei einem ersten Blick war ich verliebt ... und nach einem weiteren auf das Thema gleich noch ein bisschen mehr. Damit war klar, hier steckt eine sehr schöne und stimmungsvolle Geschichte für Kinder drin, über Freundschaft, Natur und ein bisschen Magie. Und doch war die Ausführung dann spannender und komplexer als gedacht.

Weil Willow von ihrer verstorbenen Tante Alwina einen Wald geerbt hat, zu dem auch ein Haus gehört, zieht sie mit ihrem Vater mal wieder um. Obwohl sie Umzüge zur Genüge kennt, ist für Willow schnell klar, dass sie hier für immer bleiben möchte. Denn sie entdeckt bald, dass sie von Alwina nicht nur den Wald, sondern auch deren Hexenkraft geerbt hat. Doch um ihre Gabe vollständig annehmen zu können, und um auch den Wald zu beschützen, muss Willow noch drei andere Mädchen finden, die ebenfalls die Gabe des Hexens haben. Gar nicht so leicht, denn wo soll sie anfangen zu suchen? Bald tauchen zwielichtige Immobilienmakler auf, die den Wald kaufen und dort ein Einkaufszentrum errichten wollen. Willow benötigt jetzt ganz dringend die Hilfe und den Zusammenhalt ihrer Hexenfreundinnen.