Der kleine Cedric Errol aus New York staunt nicht schlecht, als plötzlich ein fremder Mann vor ihm steht und ihm sagt, er sei ein echter Lord! Denn nach dem Tod seines Vaters ist Cedric der letzte Anwärter auf den Grafentitel, und sein kaltherziger Großvater, der Earl of Dorincourt, holt den Jungen nach England, um ihn standesgemäß erziehen zu lassen. Cedrics Mutter, eine Amerikanerin, darf das Anwesen des Earls nicht betreten und wohnt in einem kleinen Haus am Rande des Dorfs.
Durch sein offenes, freundliches Wesen gelingt es dem kleinen Lord, seinen Großvater nach und nach für sich einzunehmen und er überredet ihn, das Armenviertel des Dorfs instand zu setzen. Schließlich erkennt der Earl, dass auch Cedrics Mutter, die sich um die Armen kümmert, eine rechtschaffende Frau ist und heißt auch sie in seinem Schloss willkommen. (Text- und Coverrechte: Knesebeck Verlag)
Ein echter Kinderbuch-Klassiker ist "Der kleine Lord", und das schon seit einer ganze Weile. Ich denke, es gibt kaum jemanden, der die Geschichte nicht kennt, zumindest die großartige Verfilmung nicht schon gesehen hat. Auch bei uns steht der Film jedes Jahr wieder neu auf der Liste. Gerade in der Weihnachtszeit passt er hervorragend, denn die Freundlichkeit und Warmherzigkeit des kleinen Cedric berührt jedes Herz. Umso glücklicher waren wir nun (meine 10-jährige Tochter hat Luftsprünge gemacht), diese wunderschöne und ungekürzte Neuauflage von "Der kleine Lord" zu entdecken. In wenigen Tagen war das Buch gelesen. Es ist nicht nur ein Klassiker-Schatz im Buchregal, sondern eignet sich ebenso als Geschenk ... nicht nur zu Weihnachten.
Die Geschichte ist schnell erzählt und bekannt: Cedric, gerade einmal sieben oder acht Jahre alt, erfährt, dass er ein echter Lord ist und nach dem Tod seines Vaters der letzte Anwärter auf den Titel. Er wird von seinem mürrischen und kaltherzigen Großvater, dem Earl von Dorincourt, nach England auf ein herrschaftliches Anwesen geholt. Der Earl will Cedric als seinen Nachfolger erziehen, schließt aber dessen Mutter aus, weil er mit der damaligen Heirat nicht einverstanden war. Mit der Zeit nimmt der freundliche und unvoreingenommene Cedric nicht nur die Menschen und Armen der Gegend für sich ein, sondern er berührt auch das Herz seines Großvaters.