Mit »Moby Dick« ist der sagenumwobene weiße Wal als Schiffe zerstörendes Ungeheuer in die Weltliteratur eingegangen. Luis Sepúlveda lässt den Wal selbst zu Wort kommen, der seine Stimme voller Weisheit gegen die erbarmungslosen Jäger erhebt. Als Ältester der Herde war es seine Aufgabe, sich den Walfängern entgegenzustellen, um seine Schutzbefohlenen vor dem Tod zu retten.
Ein starker Text, ein eindringliches Plädoyer für den Schutz der Wale und der Natur und eine erschütternde Anklage gegen die rücksichtslose Ausbeutung der Meere - für alle von 9 bis 99 Jahren. (Text-, Cover- und Zitatrechte: FISCHER Sauerländer)
Moby Dick ist ein Klassiker. Das Buch habe ich leider nie gelesen, dafür als Kind sehr oft den eindrücklichen und erschütternden Film von 1956 gesehen. Darum wurde ich auch sofort auf "Der weiße Wal erzählt seine Geschichte" aufmerksam. Luis Sepúlveda lässt darin den weißen Wal, der als Zerstörer von Schiffen und Besatzung berühmt wurde, erzählen und seine Sicht der Dinge schildern. Sehr interessant und viel poetischer als gedacht.
Das Buch beginnt recht traurig, nämlich damit, dass an einem Strand in Chile ein verendeter Pottwal gefunden wird. Seine seltsame Aschefärbung ist auffällig und die genauen Todesumstände bleiben ein Rätsel. Dem Wal wird Respekt bezeugt, indem er von Fischern der Dunkelheit des Ozeans überlassen wird. Ein junger Lafkenche, ein Mensch des Meeres, gibt dem Erzähler den Tipp, sich eine Muschel ans Ohr zu halten. Durch sie wird der Wal sprechen und seine Geschichte erzählen. Und genau so beginnt sie dann, und der Wal lässt sein Leben Revue passieren ...



