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Montag, 1. Juli 2019

[Bilderbuch] "Flunker-Freunde!: Eine Geschichte über Freundschaft und das Ehrlichsein von Katja Reider

Oje! Anton Waschbär wird gesucht!
Überall im Wald hängen Steckbriefe. Nur: Was hat der kleine Waschbär bloß angestellt? Leider kann er selbst die Steckbriefe nicht lesen - und seine Freunde erzählen ihm die unglaublichsten Dinge, die da auf den Zetteln stehen. Aber stimmt das denn wirklich? Wie könnte Anton das Geheimnis nur lösen? Na klar, er muss lesen lernen! Und dann kann ihm niemand so schnell mehr was vorflunkern ... (Text- und Coverrechte: Arena Verlag)


Kleine Lügen und Flunkereien sind schon fast gesellschaftsfähig. Sie gehören zum Alltag und kommen oft schneller über die Lippen als man nachdenken kann. Aber so banal Flunkereien auch sein können, sie können ebenso schnell verletzten und für Unverständnis sorgen. Eine sehr humorvolle und freundschaftliche Lügen-Geschichte erzählt das Bilderbuch "Flunker-Freunde!". Das Buch zeigt auf niedliche und lustige Art, dass es nicht schön ist, Freunde anzuschwindeln und dass es manchmal angebracht sein kann, sich zu entschuldigen.

Waschbär Anton findet im Wald viele Steckbriefe. Zwar schaut ihm von jedem sein eigenes Gesicht entgegen, warum er gesucht wird, das kann er aber nicht lesen. Er weiß nur, dass solch ein Steckbrief nichts Gutes bedeuten kann. Anton muss seine Freunde fragen, und die nützen die Situation natürlich  aus und erzählen Anton Dinge, mit denen er bei ihnen für Unmut gesorgt hat. Anton wird immer betrübter. Hat er wirklich so viel angestellt, dass er sogar schon per Steckbrief gesucht wird? Zum Glück löst Lilo, die kleine Füchsin, das ganze Geflunkere bald auf und die Tierfreunde können sich aussprechen (aber erst, nachdem Anton es seinen Freunden ein bisschen heimgezahlt hat).

Freitag, 7. Juni 2019

[Kinderbuch] "Papanini: Pinguin per Post" von Ute Krause

Emma ist überrascht, als eines Tages eine ziemlich alte und verbeulte Tiefkühltruhe geliefert wird - aber noch überraschender ist deren Inhalt: In der Truhe sitzt ein kleiner Pinguin!
Er heißt Papanini, versteht die Sprache der Menschen und liebt es, vorgelesen zu bekommen. Papanini kann sogar sprechen! Er wäre wirklich zu niedlich, wenn er nicht ständig für Chaos sorgen würde ...
Leider haben auch ein paar üble Ganoven von dem sprechenden Pinguin Wind bekommen und ehe sie sich’s versehen, stecken Emma und Papanini mittendrin in einem aufregenden Abenteuer! (Text- und Coverrechte: Edel:Kids Books)


Als wir "Papanini: Pinguin per Post" entdeckten, waren die Kinder sofort Feuer und Flamme. Der kleine Papanini sieht einfach so drollig und lustig aus und die Geschichte versprach Humor und viel Wirbel gleichermaßen. So kam es auch, denn was Emma, die kleine Heldin des Buches hier erlebt, ist ein waschechtes Abenteuer. Und natürlich ein großer Vorlesespaß. Meine Tochter (9) hat das Buch dann zusätzlich noch alleine gelesen.

Emma und ihre Familie sind umgezogen. Leider fühlt sich Emma am neuen Ort und in der Schule nicht allzu wohl. Sie vermisst ihre alten Freundinnen und findet schlecht Anschluss. Als sie eines Tages im Keller eine alte verbeulte Kühltruhe entdeckt, glaubt sie an eine Bestellung ihres Vaters. Doch in der Kühltruhe sitzt ein kleiner Pinguin. Und der kann sogar sprechen! Emma realisiert schnell, dass es sich hier nur um eine Fehllieferung handeln kann, aber da hat sich Pinguin Papanini schon bei ihr einquartiert und sorgt für extrem viel Aufregung und Wirbel. Emma gelingt es kaum, seine Existenz geheimzuhalten. Alleine Papaninis enormer Konsum von Fischstäbchen bringt sie in Erklärungsnot. Doch auch ein paar Gauner wissen vom sprechenden Pinguin und sind ihm dicht auf den Fersen.

Freitag, 31. Mai 2019

[Kreativbuch] "Geht raus, spielen!: 50 Spiele für Draußenkinder"

50 Spiele für Draußenkinder zum Wiederentdecken und Kennenlernen. Für Groß und Klein, Alt und Jung!

Eine Box, fünfzig Spielekarten, jede Menge Spaß! Sind Sie auch im letzten Jahrhundert großgeworden? Haben draußen herumgetobt, sind um die Häuser gezogen, und haben alle möglichen Spiele gespielt? Hüpfekästchen, Fangen und Verstecken. Völkerball, Murmeln und Gummitwist. Sind durch Büsche gekrochen und in Bäche gesprungen? Erinnern Sie sich an all die Spiele? In dieser Box sind 50 davon versammelt: Jede Karte ein Spiel, mit Schritt-für-Schritt-Anleitung. Geben Sie die Box Ihren Kindern, Enkeln, Nichten oder Neffen und schicken Sie sie raus! Und spielen Sie selbst mal wieder Hüpfekästchen. Das macht glücklich! (Text- und Coverrechte: Boje Verlag)


Ich kann mich erinnern, dass ich einen Großteil meiner Kindheit im Freien verbracht habe. Mit Freunden verabredete ich mich regelmäßig zum Draußenspielen. Das war ganz normal, und Spiele wie Fangen und Verstecken gehörten einfach dazu. Hinzu kamen noch Spiele wie Gummitwist oder Hüpfkästchen, und Geländespiele im Wald kenne ich ebenfalls. Draußen zu spielen ist auch heute, bei meinen eigenen Kindern, völlig normal, wenn auch vielleicht in einer abgeschwächteren Version als damals. Warum ist das so? Haben Kinder heute weniger Zeit als wir früher? Irgendwie schade. Dabei gibt es unzählige Dinge, die man - alleine oder gemeinsam - draußen spielen und unternehmen kann. "Geht raus, spielen!" macht zeitlose Spiele für Draußenkinder wieder zu einem Thema. Einem enorm wichtigen und schönen, wie ich finde.

Samstag, 25. Mai 2019

[Kinderbuch] "Der Wald der außergewöhnlichen Tiere" von Ally Bennett

"Im Wald? In unserem Wald?" Die Eichhörnchen Puschel und Zottel sind entsetzt, als der 12-Uhr-Zug mit einem furchtbaren Quietschen zum Stehen kommt. Die Container öffnen sich und aus ihnen steigen ein Zebra, ein Affe, ein Känguru und viele andere ungewöhnliche Tiere. Sofort versammeln sich die Wildtiere und überlegen, wie man die Fremdlinge wieder aus dem Wald verjagen kann. Oder gelingt vielleicht doch ein Miteinander? (Text- und Coverrechte: KOSMOS Verlag)


Freundschaft und Miteinander kann man gar nicht oft genug thematisieren, und genau das tut "Der Wald der außergewöhnlichen Tiere". Freundschaften unter Kinder sind normal und richtig. Doch wie sieht es aus, wenn uns jemand begegnet, der nicht unseren Vorstellungen entspricht, der vielleicht sogar stört oder unsere Wertvorstellungen in Frage stellt? Können wir da auch komplett vorurteilsfrei und freundlich bleiben? Oftmals nicht. Denn genau so ergeht es den Waldtieren im Buch. Die fühlen sich in ihrer Ruhe und festgefahrenen Gemeinschaft gestört, als eine Gruppe exotischer Tiere auf der Bildfläche erscheint.

Die Waldtiere leben ein entspanntes Leben und Miteinander in ihrem Zuhause. Ihnen geht es gut, sie schätzen einander und kommen miteinander aus. Dieser Frieden wird gestört, als der 12-Uhr-Zug eines Tages nicht am Rande des Waldes vorbeifährt, sondern zufällig anhält und eine Gruppe Zootiere aussteigt. Diese exotischen Tiere sehnen sich nach einem Leben in Freiheit, außerhalb der Mauern und Gehegen des Zoos. Das passt den Waldtieren aber nun gar nicht. Vielen von ihnen haben Vorurteile und können sich nicht vorstellen, dass ein gemeinsames Leben in ihrem Wald, der zugegebener Maßen ausreichend groß ist, möglich ist. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet die Tierkinder für ein Miteinander verantwortlich sein könnten ...