Hänsel und Gretel werden von ihren armen Eltern, die nicht mehr wissen, wie sie ihre Kinder ernähren sollen, im finsteren Wald ausgesetzt. Ein erstes Mal finden sie wieder nach Hause, weil Hänsel Kieselsteine gestreut hat; beim zweiten Mal hat er nur Brotkrümel. Und diese werden von den Vögeln aufgepickt. So verirren sich die Kinder im Wald. Sie gelangen zu einem Lebkuchenhaus und fangen vor Hunger an, daran zu knabbern. Da tritt eine alte Frau heraus und bittet sie freundlich hereinzukommen - es ist aber eine alte Hexe, die Kinder mästen und dann verschlingen will. Die beiden merken es rechtzeitig und es gelingt ihnen, die Hexe ins Feuer zu stoßen. Mit reichen Schätzen beladen, kehren sie nach Hause zurück. (Text- und Coverrechte: NordSüd Verlag)
Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald.
Es war so finster und auch so bitter kalt.
Sie kamen an an Häuschen von Pfefferkuchen fein.
Wer mag der Herr wohl von diesem Häuschen sein?
Es ist ziemlich kurios, denn obwohl dieses Märchenlied jeder kennt, ist der Verfasser bis heute unbekannt. Sehr bekannt sind dagegen die Brüder Grimm, denen wir das Märchen "Hänsel und Gretel", aus ihrer berühmten Sammlung Kinder- und Hausmärchen, zu verdanken haben. Es ist eines der bekanntesten und der am meist erzählten überhaupt.
Obwohl Märchen, unter heutigen Gesichtspunkten und mit modernem Gedankengut, wohl nicht mehr zeitgemäß wären, haben sie nach wie vor einen hohen Stellenwert bei vielen Lesern und Familien, da sie ihren Charme niemals verlieren. Auch, wenn sie teilweise sehr hart und drastisch erzählt sind, sollten die Originalmärchen Kindern nicht vorenthalten werden. Bei uns sind sie ein Bestandteil der Kinderliteratur.



